Antiquarischer Briefe drey und vierzigster.
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sagt. (2) Aber Natter war zu vorsichtig, dieses sehr zufälligenBortheils wegen, die convexen Steine überhaupt anzupreisen.Denn Herr Lippert mag auch noch so viel Beyspiele anbringen, wodie Convcxität der Fläche eine gute Wirkung hat: so wird crdoch selbst nicht in Abrede seyn, daß sich nicht noch weit mehrereanführen lassen, wo eben diese Convcxität die Erscheinungen geradefalscher macht. Und gesteht er es nicht selbst, daß auch in denFällen, wo die Convcxität der Täuschung des Auges zuträglichist, dennoch „der Verstand bey genauer Betrachtung wegen derMöglichkeit und Wahrheit gar bald in Zweifel gesetzt werde?"
Drey und vierzigster Brief.
Sollte nun das Büchclchcn des Herrn Klotz ein Commen-tar über das Lippertsche Werk seyn: was hätte der Commentatorhier thun müssen?
Er hätte müssen erinnern, daß Herr Lippert aus dem Bor-theile der convexen Steine ein wenig zu viel mache; daß siedieses Vortheils wegen nicht überhaupt empfohlen zu werdenverdienten; daß diese Convcxität eben so oft nachthcilig seynkönne; und daß cs lediglich auf die zu schneidende Figur an-komme, ob der Künstler lieber cincn platten odcr einen convexenStein zu wählen habe. Diese letzte Erinnerung hat auch schonNatter gegeben, und dadurch den Vorzug der convexenSteine richtiger und genauer bestimmt, als man wohl sagenmöchte, daß es von Hrn. Lipperten geschehen sey.
Anstatt dessen aber, was hat er gethan, der treffliche Com-mentator? dieser stolze Scribent, der sich zutrauen durfte, so-
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