Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
193
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Antiquarischer Briefe drey und fünfzigster.

Mit einer Hochachtung und Ergebenheit, in deren Aufrich-tigkeit ich niemanden in der Welt nachgeben werde, habe ichdie Ehre zu seyn,

Ihr

Halle, dm 11 Oct. gehorsamster Diener,

"66. Klotz.

Was sagen Sie zu diesem Briefe, mein Freund? Ist esnicht ein feiner, artiger, süßer, liebkosender Brief; voller Freund-schaft, voller Vertraulichkeit, voller Demuth, voller Hochachtung?O gewiß! Und die Schrift erst, die dabey lag! Das nenneich eine Recension! Das ist ein Mann, der zu loben versteht!O, wie schwoll mir mein Herz! Nun wußte ich doch, wer ichwar! Ich war oleAantiktimi in^eni! vir; ich war verus (Zratia-I'UM Alumnus; mir hatten die Musen «uäum prineluizm interkormimise ornamc-nta loeum zuerkannt; ich war es, der nichtanders als ooAiiitis «ntimis ferv omilium zuopulcirum libri's, ar-t'ium natura porl'neots, conMietaljuo sntikjuiirun, littorarum seien-t!a cum roeontiorum auctorum loetiono, die Feder ergriffen.Nun war mir mein Buch erst lieb! Denn es war dem Hrn.Klotz ein kniroolus lidellus, und er rief einem jeden, der es indie Hand nehmen wolle, mit den Worten des Plato zu, vorherden Grazien zu opfern!

Was werde ich auf diesen Brief, und auf diese Recension,dem allerliebsten Verfasser nicht alles geantwortet haben! Mitwelcher entzückenden Dankbarkeit werde ich ihm ein ewigesSchutz- und Trutzbündniß gelobet haben! Nicht wahr?

Ich ersuche den Herrn Klotz, meine Antwort auf dieses seinzweytes Schreiben, auf diese seine Recension, drucken zu lassen.Sie wird mich freylich jetzt beschämen, wenn sie so ausgefallenist, wie ich glauben muß, daß er sie erwartet hat. Aber erschone mich nur nicht; ich muß gcdemüthiget seyn: und waskönnte mich mehr demüthigen, als mit ihm das klulus mulumgespielt zu haben?

Vier und fünfzigster Brief.

Die Wahrheit, mein Freund, ist, daß ich dem Hrn. Klotzauf sein zweytes Schreiben, auf seine Recension ganz und

Lcsimgs Werk-vili. '13