Wie die Allen den Tod gebildet. 241
Olilinet. Inlei'ins ioelum in ^>enoir!>lil)us allk,Hl oum Hloi'lo jaeet: nulliljiio ea iiitlis imliAv.Za, wenn einer alten Jnnschrift zu tränen, oder vielmehr, wenndiese Znnschrift alt genug ist: so wurden sogar Bacchus und derSchlaf, als die zwey größten und süßesten Erhalter des mensch-lichen Lebens, gemeinschaftlich angebetet. (")
Es ist hier nicht der Ort, diese Spur scharfer zu verfolgen.Eben so wenig ist es ihr meine Gelegenheit, mich über meineneigentlichen Norwnrf weiter zu verbreiten, und nach mchrcrnBeweisen umher zu schweifen, daß die Alten den Tod als denSchlaf, und den Schlaf als den Tod, bald einzeln, bald bey-sammen, bald ohne, bald mit gewissen Abzeichen, gebildet ha-ben. Die angeführten, und wenn auch kein einziger sonst auf-zutrciben wäre, erhärten hinlänglich, was sie erhärten sollen:und ich kann ohne Bedenken zu dem zweyten Punkte fortgehen,welcher die Widerlegung des Gegensatzes enthält.
II. Zch sage: die alten Artisten, wenn sie ein Skclct bil-deten, meinten damit etwas ganz anders, als den Tod, als dieGottheit des Todes. Zch beweise also, 1) daß sie nicht denTod damit meinten: und zeige 2) was sie sonst damit meinten.
4) Daß sie Skelctc gebildet, ist mir nie eingekommen, zuleugnen. Nach den Worten des Hrn. Klotz müßte ich eszwar geleugnet haben, und aus dem Grunde geleugnet haben,weil sie überhaupt, häßliche und cckle Gegenstände zu bilden, sichenthalten. Denn er sagt, ich würde die Beyspiele davon aufgeschnittenen Steinen, ohne Zwcisel, in die Bildersprache verwei-sen wollen, die sie von jenen Höhcrm Gesetze der Schönheit los-gesprochen. Wenn ich das nöthig hätte, zu thun, dürfte ich nurhinzusetzen, daß die Figuren auf Grabsteinen und Todtcnurncnnicht weniger zur Bildersprache gehörten: und sodann würdenvon allen seinen angeführten Erempcln nur die zwey metallenenBilder in dem Kirchcrschcn Musco, und in der Gallcric zu Flo-renz , wider mich übrig bleiben, die doch auch wirklich nicht un-ter die Kunstwerke, so wie ich das Wort im Laokoon nehme,zu rechnen wären.
(°) coiv. Inlcripl. p. I>XVII. 8.?es«m-,§ Werke vin
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