Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
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289
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Andreas Scultetus .

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So ihren Götterruhm mit Ueppigkeit bcschmeissen;Der Apameer Bel, der Moabitcr Cham,lind den der Syrer ihm mit Namen Adad nahm,Der Moloch, andre mehr, sind alljumal gebunden.Der Delpher Wcltprophet beklagt sich überwunden;Der Hammoniter auch; viel andre, wo sie seyn,Die gehen, Herr, vor dir, du Trostorakel, ein;Und wären diese nicht in der Bestrickten Haufen,Das Erdreich mußte sich um seine Helfer raufe».Die Opfer hemmt man auch. Er, Tempel und Altar,Er, welcher Opfer selbst und Hoherpriestcr war,Hält über sie Triumph. Die Engel dichten Lieder,Und schwingen über ihm sich lustig auf und nieder.Dir, freyes Menschenkind, gehört ein solcher Ton:Jehovah hat den Sieg, den Nutzen du davon.Ach beuge deine Knie, fall Ihm nur zu den Füßen:Dann anders darfst du itzt nicht deine Laster büssen.Die Güte fleußt umsonst, nimm sie uiusoust nur an:Dann keiner, welcher glaubt, hat dieß umsonst gethan.

So sey mir nun gegrüßt, du Gott und Menschenschlichlcr,Du Weg, du mein Compaß, du Beystand, du mein Richter,Mein Nordstern, mein Gewinn. O! wende dich zu mir,Ich wende mich durch mich sonst nimmermehr j» dir.O! reiß mir aus der Brust der Bübcrcy Geniste.Mein Brnder sey nicht weit, ach Bruder, Bruder Christe!Ein Engel ist vor dir nur Diener blos allein:Mehr freu ich mich ein Mensch, als Gabriel, zu seyn.

II.

BlutschwiHender und todesringender Jesus.

Der Sternen Oberhaupt und schnelle ZcitcnhalterWar längst vorbey gerückt; sein voller AmtSverwalter,Des Monden Silber, gab dem Schalten seine Macht,

° Dieses Gedicht ist gleichfalls bey Baumann zu Brcslau auf zwey Bo-gen in Quart gedruckt, aber ohne Zahrzahl. Es ist von weit geringerm Wertheals das vorhergehende: ich vermuthe, daß es daher auch eine frühere Gcburthdes jungen Dichters gewesen. Es hat ungleich mehr schülerhaftes; und demvhngeachtet manche sehr glückliche Zeile, und manches sehr malerisches Bild.

Lcssmgs Werk-VII l. 19