Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
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302
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Andreas ScultetuS ,

Herr Zoffel, Euer Sinn geht dieser vielen für,lind glänzt dem Meister gleich; ist Aller werthe Zier.Ihr habt bey jungen Jahre»,

Da manche müßig gehn,Den rechten Griff erfahren,Wie Noth sey anSzustehn.

Wenn einer etwas schon bey junger Feit gethan.So kommt ihn dieß hernach im Alter leichter an.Im Kriege ward empfnndcn,

Wie wohl Ihr mit der HandVor Schlägen Nath gefunden,Doch besser durch Verstand.

Da habt Ihr freyen Weg zur Tugend Euch gemacht,Zu welchem manchen kaum ein grauer Kopf gebracht.Man sah Euch thätig lehren

Am kleinen, daß Ihr werthDes größten Standes Ehren;Die auch zu Such gekehrt-

Als Eures Namens Ruhm bis an die Sternen drang,lind an derselben Bild, des KayserS Hof, sich schwang.Da ist er auch beklieben;

Und bis ins dritte HauptBey Gunst und Ruhm geblieben,Groß, herrlich, unberaubt.

Wer Einem Kayser bloß in Dienste» wohlgefällt,Den ehrt, und zwar mit Reckt, ein jeder Ort der Welt.Wer Dreyen kann gefallen,

Als, mein Herr Zoffel, Ihr,Geht dieser, wo nicht allen,Nicht derer meisten für?

Was schlag ich Zeiten ans! Der dritte FerdinandHat Euch bey ihm ein Amt rechtmäßig zuerkannt;