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Berciigarius Turoiiciisis.
eine andere. Um in der Geschwindigkeit alles davon zu wissen,was andere schon davon gewußt hätten, nahm ich meine Zu-flucht zu den Catalogis. (°) Doch in diese fand ich mehr nichteingetragen, als was jene Aufschriften besagen; bloß mit demZusätze, ^non^mi. Dieser Zusatz selbst machte mir schlechteHoffnung, meinen Mann kennen zu lernen: angenommen nehm-lich, daß man nur denjenigen Schriftsteller einen Anonymusnennen sollte, der sich vor seinem Werke nicht allein nicht ge-nannt, sondern auch in dem Werke selbst alles sorgfältig ver-mieden hat, was seine Person verrathen könnte. Das Beste,was ich mir also versprach, war, einen nahmlosen Mönch deszwölften Zahrhnnderts vor mir zu haben, der vielleicht die feineLehre des Paschasius aufs Reine bringen helfen. Doch fingich an zu blättern; und das erste, was mich zu etwas wichti-germ vorbereitete, war die Rasur eines Namens, welche mehrals einmal vorkömmt. Ich erkannte diesen radierten Namengar bald für loanncs Seotus; und welcher wichtigere Namehätte mir, in einer Schrift vom Abendmahlc, aus diesen Zeiten,ausstossen können? Sein Buch über diesen Glaubensartikel,wenn es nicht noch unter einem fremden Namen vorhanden ist,
(°) Leibniy, zu dessen Zeile» die Weissenbur-gsschen Manuscrivtcin die Bibliothek gekommen waren, mid der die erste Gelegenheit ergriff, ihrerzu gedenken, sagt: ^V»«!»»« L>«tt«ni, <?/,, ?V //'. //. x. 253.)klerique svripli lunt leinvurilttis llarolin^iorum, et ne UuMles, exliU inv»o <Z»tgIoAUS iple iliNiiiuus LilNiiitliec«: Zlonitklerü, iUkIUo noinine ^Iidit-tls, vdi In ip5> Iionit ex piiNe reeeiilenlur, qui nuper lZuelkerb^tum fuerstrsnsiali. Es war natürlich, daß ich also auch diesen Latalogus aussuchte,welcher sich hinter dem ^uZuslinu« <>e eoncurclw Lu!»>selisl!trum (Xio. 3y.)befindet. Doch sobald ich sahe, daß der Abt, unter welchem er geschriebenworden, Folmarus sey, der bereits 1043. mit Tode abgegangen, so fieles von selbst weg, das Manuskript des Berengarius darin» zu erwarte».Wer sonst diesen Catalogus zu kenne» wu»scht, den verweise ich auf des Un-genannten Serie», ^bkstum IUun»s!eri> ^Veissei>>iu>ke»5is beym SchaNNat(^/»ck, /itt. c?ott. /. 8.) wo er, nur wenig verschieden, eingerücket ist.Die darin» benannte Werke, ausgenommen was eigentliche Kirchenbücher sind,finden sich sast alle hier; bis auf wenige, unter welche» leider die dreyBände eines deutschen Psalters sind. Dafür aber sind eine beträchtliche An-zahl anderer dazu gekommen, welche das Kloster, ohne Zweifel erst nach demAbt Folmar, angeschafft hatte.