VcrcngariliS TnroncnsiS.
Zch werde in meinen folgenden Briefen Gelegenheit haben,Ihnen aus dem Manuskripte selbst vcrschicdnc Stellen mitzuthei-len, ans welchen diese Data erhellen. Jtzt merke ich überhauptnur noch an, daß, dem allen zu Folge, der Zeitraum zwischen63 und l>9 fallen muß, in welchem Zdcrengarius zuerst geschrie-ben, S.anfrancns ihn widerlegt, und crstrer auf die Widerle-gung geantwortet haben kann. So viele Zahrc können auchgar wohl darüber verflossen seyn: denn so Schlag auf Schlagliessen sich die gelehrten Streitigkeiten im cilftcn Jahrhunderteohne Zweifel noch nicht führen, als wir sie itzt, im achtzehnten,geführt zu sehen gewohnt sind.
IV.
Wenn es ^uZ-v sind, womit ich Sie in meinem vorigenBriefe unterhalten habe, so sind es doch ZXug-v ans der Klassederer, «ju-ie lei-Ia cluemit-. und das muß mich entschuldigen. Einehandgreiflich untergeschobene Stelle sey eine noch so kläglicheNichtswürdigkeit: das, wozu man diese Stelle brauchen will,ist wenigstens keine Nichtswürdigkeit-
Denn übersehen Sie nur den ganzen Weg des Benediktiners;von wannen er ausgehet, und nach welchem Ziele er fortschrei-tet. Wann die Stelle des K.anfrancns, schließt er, nicht nntcr-gcschobcn ist, so hat lZ^iifrancus viel später geschrieben; hater viel später geschrieben, so kann er wohl gar den Zberengariusbekehrt haben; hat er ihn bekehren können, so hat er ihn ge-wiß bekehrt; und hat er ihn, den Patriarchen aller Feinde derTranssubstantiation bekehret, so ist es blosse Hartnäckigkeit vonmir, und von Ihnen, und von uns allen, wenn wir uns nichtgleichfalls durch seine Gründe bekehren lassen.
Aber, wird man sagen, so schloß vielleicht nur ein einzigerBenediktiner; so schlössen höchstens nur diejenigen Benediktiner ,die gemeinschaftlich an einem Werke arbeiteten, das die Sanctionihrer Kirche weder erhalten hat, noch jemals erhalten wird:diese billiget dergleichen Fcchterstrcichc eben so wenig, als siederen bedarf.
Nun wohl: so wollen wir alle die kleinen Vortheile,die unser Manuscript gegen nnbcfngtc Parthcygängcr an die
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