Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
383
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NcrcnganuS Turviiensis.

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Vcrengarius kömmt nach Paris , lind wird ins Gefängnißgeworfen; und wird alle des Scinigcn beraubt; »nd wird miteiner nncrschwinglichcn Gcldbussc belegt; und wird so lange fest

gehalten, bis das Concilium zu Vercelli verstrichen ist. -

Der ungehorsame, lichtscheue Ketzer, daß er dem ohngeachtetnicht auf dieses, zu seiner Besserung lediglich angestellte, Con-cilium kam!

Wo sind Sie mit Ihren Gedanken, mein Freund! HättenSie diese Auflösung sich wohl träumen lassen? - Sie wer-

den fragen:aber erfuhr man denn hiervon zu Vercelli nichts?Warum schickte Zdercnggrius gleichwohl zwey Männer dahin,die seine Lehre für ihn vortragen und vertheidigen sollten? Erhätte dieses Geschäft schlechterdings sich selbst vorbehalten, undvor itzt über das ihm zugefügte Unrecht nur klagen sollen."

Das ist sehr wahr. Diese zwey Männer waren aber auchkeine Abgeordnete von ihm, und hatten nichts weniger als denAuftrag, seine Lehre zu vertreten. Die Sache war so. Alsman zu Tours das Unglück des Derengarius erfuhr, schicktedie Kirche des heil. Martinns, an welcher er stand, unverzüg-lich einen aus ihrem Mittel an den Pabst nach Vercelli , umihn zu bitten, sein Ansehn bey dem Könige zum Besten desNercngarius zu verwenden, der im Begriff gewesen sey, ihmzu gehorchen, und auf eine so grausame Art daran verhindertworden. Diesen Abgeschickten begleitete ein Freund, wie esscheinet, aus blosser Neugicrde: und es waren nichts als wenigezufällige Worte, die beiden, ausser dem Auftrage, entfielen, wo-durch sie sich als Anhänger der Lehre des Berengarius verdäch-tig machten. Wie es ihnen dafür ergieng, scheinet -L.knfrKnc.usmit Fleiß in einen zwcydcutigen Ausdruck versteckt zu haben;wenigstens ist es gewiß, daß er nicht immer gehörig verstan-den worden.

Doch warum Verzögcrc ich länger, den Derengarius selbstreden zu lassen? Lesen Sie, lesen Sie: das schlechte Lateinwerden Sie über den Inhalt vergessen.

^.cl vk>m 8^noc!um vocatum me non vonisl'o lciixtiKi, yucxl/enlieas manitokwin item loo!l"ti.itiN tuiv oalunuiism, m»Alio-pvro ccmteiiäons omncs, «zui 1"ci!ntum loZisl'ont luum, a veri-