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Reichsgold : Studien über Währung und Wechsel / von Ludwig Bamberger
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Buchstaben nach, was ich dermalen nicht in Untersuchungziehen will. Frankreich und Italien haben den Zwangscnrsdes VaukbillctS decretirt; die Schweiz und Belgien alleinhaben noch eine Mctallwähruug, welche ausschließlich derMünzvertrag zum Gegenstand hat." (Sitzung der belgischenZweiten Kammer vom 23. Juli 1873.) Ja sogar im Schoscder französischen Regierung selbst regt sich der Geist desUnbehagens. Das Einströmen des italienischen Silbers ver-anlaßte die Bank von Frankreich , sich gegen dasselbe zu ver-theidigen, und es kam zn Rcclamationcn. Der schweizer Bericht von 1874 drückt sich hierüber aus wie folgt:Sosehr wir auch die groß angelegten internationalen Ideen einigerfranzösischen Dclcgirtcn anerkennen, so war andererseits nichtzu übersehen, daß in gewissen Regionen der obersten Ver-waltung ein feindseliger Geist gegen die Convention von1865 selbst und gegen ihre Eonscqncnzc» cxistirt, d. h. gegendie Gemeinsamkeit des Münzumlaufs der vier Staaten,sowie gegen das Recht, welches jeder aus dem Bestehen derConvention ableitet, die Müuzgrundsätzc der drei ander»diöcutircu zn dürfen! Diese latente Opposition gegen diewesentliche» Grundlagen des Vertrags von 1865 schien unseine Erklärung zu biete» für die verzögerten Vcrhandlungcuund für das relativ unbefriedigende Ergebniß derselben."Wie viel gibt dieses Geständniß zu dcukcu!

Zu den großen Nachtheilen nnd Behinderungen, in welchedie cinzelucu Thciluchmer durch jene Convention verstricktworden sind, tritt noch ein finanzieller Schade, von dem sichjeder durch einen Blick ins tägliche Leben überzeugen kanu.Ncbcu den Gold- und groben Silbermünzcn, welche dieGrundlage der Uebcreinknnst bilden sollten, wurde die Aus-