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nur dcn italienischen Franken mit dcm französischen zusammen-zuhalten, um auf dcn ersten Blick uns vom Gegentheil zuüberzeugen. Für ciucu Wechsel von 1V0 Franken auf Genua gibt man in Paris heute (Mitte 1875) nur 93 Franken,und während mau in Bcrliu für ciucu Wechsel von 10i) fran-zösischen Franken 81 Mark bezahlt, würde man für einenWechsel von 100 italienischen Franken nur 75 Mark be-zahlen. Ist das nun bei der gleichen Benennung noch diegleiche Sache? Der Abstand war sogar schon doppelt sogroß, wie er heute ist, er kann es bci jeder Biegung desWeges wieder werden, sowie er auch iu andern Zeiten ganzverschwinden kann. Von wieviel tausend Zufällen hängt dasalles ab! Ob das Königreich Italien einen klugen odereinen unfähigen Finauzministcr hat, ob seine Bewohnerglücklich odcr unglücklich ins Parlament wühlen, ob dieScidcnwürmcr der Halbinsel gesund oder krank sind — jenachdem diese odcr andere unberechenbare Fügungen in dasGeschick dcS LandcS cingrcifcn, wird dcr italienische Frankbald mehr, bald weniger bedeuten; und was hier an dengroben Verhältnissen der italienischen Finanzvcrlcgcnhcit auchdem nngcübtcn Auge sichtbar wird, dasselbe kommt, uur infeinern Schwankungen und Abweichungen, zwischen allenLändern zum Vorschein.
Und gerade die Uebereinstimmung der Bezeichnung bewirkt,daß dcr Wissende es bequemer hat, dcu Uuwisscndcu imHandel zu übcrvorthcilcu, währcud doch umgekehrt dic land-läufige Auffassung dahin geht, daß dic Verschiedenheit dcrHiuthciluug uud Bezeichnung dcr Münzcn dcr AuSbcutuugdcs Publikums durch die Geschäftsleute Vorschub leiste. DicVerschiedenheit gerade nöthigt von selbst znm Nachdenken