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Franken zahlen und in Franken empfangen. Also müssensich anch die beiden Deutschen die Köpfe zerbrechen, wie siesich untereinander abzufinden haben, damit ihr diesseitiges,in Mark zu vollziehendes Geschäft jenseits in Franken er-scheine. Sie haben neben dem zu ersparenden Transportauch die Verwechselung der Mark iu Franken zu besorgen.Den Lauf des Geldes zwischen Frankreich und Deutschland und die, Verwechselung des hiu- und herlaufenden unter-einander haben sie zn betreiben.
Nunmehr heißt's, den wahren Sinn des Rechts und derVerpflichtung ergründen, die jedem von beiden zukommen.Was verlangt eigentlich mein iiantcr Käufer von mir, sagt derdanziger Verkäufer, in dem Ansinnen, daß ich so viel Frankenvon ihm herüberziehe, als ich brauche, um den mir geschuldetenBetrag Mark daraus zu machen? Was heißt das: Frank,was heißt das: Mark? Nun schlägt er die beiden Urtexte nach,die ihm allein auf seine Frage Antwort geben können, näm-lich die beiderseitigen Münzgesetze.- Da findet er die De-finition, die BcgriffSzcrlegnng seiner Rechte nnd Pflichten.Mit einem Franken, sagt ihm der französische Text, meineich ein Gewicht an Gold gleich dem 3100ten Theil einesKilo, vorausgesetzt, daß das Gold zu fein sei. Untereiner Mark, sagt ihm der deutsche Text, verstehe ich einGewicht Gold gleich dem 1255ten Theil eines PfnndcS Goldvon V/ig Feinheit. Was, so wird der berliner Weinlicb-habcr, wenn er eigentlich der Sache auf den Grund kommenwill, sich fragen, was verlangt eigentlich meine bordclescrFirma von mir? Ich soll ihr so viel Gold schicken, als in300 Franken enthalten, d. h. 300mal den 3100ten Theileines Kilo oder KOOmal den eines Pfundes. Wo finde ich ein