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Bauholz nach Holland verkauft, der wird sich freuen, daßer die Anweisung auf Holland um so theuerer vcrkanfcukann als das Jahr vorher. Der Käufer vou Kaffee mußdem Verkäufer von Holz seine Forderung für Holz theuererabnehmen. Jener verliert, was dieser gewinnt. Geradedas Umgekehrte findet auf der holländischen Seite statt.Dort klagen die Verkäufer von Kaffee und frohlocken dieKäufer von Holz.
Die Gcsammtlage einer Nation erhält denn schließlichihr hervorstechendes Gepräge durch diejenigen Erscheinungen,welche vorherrschen.
In den Niederlanden laufen die Ausführungen der Han-delsgesellschaften alle mehr oder weniger darauf hinaus, daßdie Nation wesentlich augcwicscu ist, Gcldlcistuugcu vomAnSlande zn beziehen. Der Werth der Fabrikate und Roh-producte, welche sie. vom Auslande hereinnehmen, bleibtbeträchtlich zurück hinter dem Werthe der Colonial- und Fctt-waarcn, die sie abgebe». Dazu kommt noch ein Zweites.Die Niederländer sind ein Volk von Kapitalisten, die vonjeher ihre Ersparnisse dem Auslande geliehen uud infolgedessen alle sechs Monate namhafte Summen vom AnSlandezu beziehen haben. Wer aber vor Jahresfrist 1 PfuudSterling von London zu erhalten hatte und seinem Wechslerdiese Forderung abtrat, der erhielt z. B. im September 1874noch 11 Gulden 87 Cents dafür, aber beim folgenden Coupon,am 3l. März, nur uoch 11 Guldeu 68 Ccntö, d. h. beinahe^ Procent weniger.
Versetzen wir uns iu die Lage der Beteiligten, sokonneu wir uns nunmehr ganz gut vorstellen, wie die nieder-ländischen Beschwerdeführer dazu kommen, in den lcbhaf-