„Ein furchtbarer Gegner"
unser Hauptnebenbuhler im Handel ist heute nicht Frank-reich, sondern Deutschland. Im Fall eines Krieges mitDeutschland würden wir sicher viel gewinnen und nichtsverlieren, während wir in einem Krieg mit Frankreich,einerlei wie sein Ausgang wäre, sicher schwere Verlusteerleiden würden."
Bewußt oder unbewußt, ausgesprochen oder unausge-sprochen hat dieser Gedanke seither die englische Politikbeeinflußt.
Im September 1897 schrieb die „Saturday Review",anknüpfend an eine von der „Times" Bismarck zuge-schriebene Bemerkung:
„Bismarck hat längst erkannt, was nun auch das bri-tische Volk einzusehen beginnt, daß es in Europa zweigroße, unversöhnlich sich bekämpfende Kräfte gibt, zweigroße Nationen, die den ganzen Erdkreis zu ihrer Domänemachen und von ihm Handelstribut einfordern möchten.England, mit seiner langen Geschichte erfolgreicher An-griffskriege, mit seinem wunderbaren Glauben, daß es inder Verfolgung seiner eigenen Interessen zugleich Lichtunter den im Dunkel lebenden Völkern verbreitet, undDeutschland, Blut von dem gleichen Blut, Bein von demgleichen Bein, mit einer geringeren Willenskraft, aber viel-leicht einer schärferen Intelligenz ausgestattet, treten injedem Winkel des Erdballs in Wettbewarb. In Transvaal,am Kap, in Mittel afrika, in Indien, in Ostasien, auf denInseln der Südsee und im fernen Nordwesten, überall wo
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