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Die Vorgeschichte des Weltkrieges / von Karl Helfferich
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Der Ausbruch des Weltkrieges

Regierung Österreich-Ungarn zu seinem Vorgehen gegenSerbien aufgestachelt habe und der eigentliche Verfasserdes Ultimatums sei; daß die Aktion gegen Serbien nurein Glied in der Kette unfreundlicher Handlungen Deutsch-lands gegen Rußland bedeute, und daß, wenn Rußlandsich jetzt füge, in kurzer Zeit neue Demütigungen folgenwürden. Diese gefährliche Auffassung werde mit Nach-druck und Erfolg von Iswolski vertreten, der mit ihm vonPetersburg hierher gereist sei und direkt nach Paris weiter-fahre. Er fügte hinzu, daß er von dem WiedereintreffenIswolskis in Paris Schlimmes befürchte.

Ich trat der Auffassung, als ob Deutschland RußlandsDemütigung suche, mit Entschiedenheit entgegen. Davy-doff, der sich selbst mit dieser Auffassung nicht identifi-zierte, konnte an Fällen, in denen Deutschland die russi-schen Wege gekreuzt habe, außer unserem Eintreten fürunsern österreichisch-ungarischen Bundesgenossen in denverschiedenen serbischen Konfliktsfällen nur die An-gelegenheit der deutschen Militärmission für Konstan-tinopel nennen, in der doch Deutschland sich schließlichdem bei uns als unberechtigt empfundenen russischen Ein-spruch gefügt hatte. Auch der Auffassung, als ob diedeutsche Regierung Österreich-Ungarn vorgeschoben hätteund der eigentliche Verantwortliche für das BelgraderUltimatum sei, konnte ich nach meiner eigenen Kenntnisder Vorgänge widersprechen und dabei auf die von dendeutschen Botschaftern bei den verschiedenen Regierungen

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