Deutschland wollte den Frieden
Das ist der Mann, den heute unsre Feinde und — wasschlimmer ist — Leute unsres eignen Blutes zum Urheberdes Krieges, zu einem blutdürstigen Eroberer und Unter-drücker stempeln möchten. Ich bin im Innersten überzeugt
— und das Bekenntnis glaube ich dem Kaiser zu schulden
— daß Wilhelm II. kein höheres Ziel gekannt hat, als demdeutschen Volk und der Welt den Frieden zu erhalten,daß er seinen Ruhm nur darin gesucht hat, Deutschlandin den Werken friedlicher Arbeit fortschreiten zu sehen.Niemand, der ihn näher kannte, wird sich durch seine imHohenzollernblut steckende Freude an soldatischem Wesenoder durch den Uberschwang des ihm leicht zur Verfügungstehenden Wortes über den Kern seines Wesens täuschenlassen. Ebensowenig, wie Kenner des deutschen Volks-charakters sich durch Unebenheiten und Schroffheiten, dieschließlich ihre Begründung in unsrer vielhundertj ährigenLeidensgeschichte haben, dazu verleiten lassen, das deutscheVolk für kriegslustig, gewalttätig und eroberungssüchtigzu halten.
Der Deutsche Kaiser und das deutsche Volk wollten denFrieden und sahen in der friedlichen Arbeit ihre Zukunft.Wo die Kräfte, die den größten Krieg der Weltgeschichteheraufbeschworen haben, ihren Sitz hatten, glaube ich inden vorstehenden Blättern gezeigt zu haben.
Großbritannien hat wieder einmal sein Ziel erreicht.Die stärkste Kontinentalmacht, sein stärkster Wettbewer-ber auf den Märkten der Welt liegt am Boden, wie vordem
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