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Seit vier Monaten tobt in den Vereinigten Staaten von Amerika der Kampf um die Wahl des nächsten Präsidenten, die im wesentlichenschon durch die am 3. November d. Z. stattfindende Wahl der Wahl-männer entschieden werden wird. Die Wahl des Präsidenten undVizepräsidenten findet nämlich in der Weise statt, daß jede der politischenParteien in jedem der 45 Staaten der Union eine Liste aufstellt, welcheso viele Namen enthält, als der Staat Senatoren in den Senat undAbgeordnete in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten ent-sendet ; jeder Wähler kann für eine dieser Listen eine Stimme abgebenund die Liste, welche die einfache Mehrheit erhalten hat, ist die dervon dein Staat erwählten Wahlmünner, Für die Wahl des Präsidentenund Vizepräsidenten entscheidet dann die absolute Majorität der Stimmender Wahlmänner, die staatenweise abgegeben und von dem Präsidentendes Senats in einer vereinigten Sitzung des Senats und Repräsen-tantenhauses verifiziert und gezählt werden. Da die Gesamtzahl dervon allen Staaten zu wählenden Senatoren und Abgeordneten447 beträgt, so ist die absolute Majorität 224. Jeder Staat entsendetzwei Senatoren und eiue seiner Bevölkerungszahl entsprechende AnzahlVertreter in den Kongreß, so daß bei der Wahl der Wahlmänner diestärker bevölkerten Staaten sehr erheblich mehr ins Gewicht fallen; sohaben z. B. New-York 36, Pensylvania 32, Ohio 23. Illinois 24und Jndicmia 15 Wahlmünner zu wählen, während auf eine ganzeAnzahl der südlichen und westlichen Staaten wie Colorado, Florida ,Idaho, Montana, Nevada, North- und South-Dakota und Utah nurje drei oder vier Stimmen entfallen. Ter Ausfall der Wahl in einigender größeren Staaten ist daher der Regel nach für den der Wahlüberhaupt entscheidend.
Bei allem Interesse, welches für gewöhnlich und ganz besondersdiesmal die Wahl des Präsidenten erregt, darf indessen nicht vergessen
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