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Der Waehrungs- und Wahlkampf in den Vereinigten Staaten von Amerika
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Schulden, öffentliche wie private sei und wir sind für eine Gesetzgebung,die in Zukunft der Entwertung irgend eines legalen Zahlungsmittelsdurch Privntabkommen vorzubeugen geeignet ist."

Wir sind gegen die Politik und die Praxis, den Besitzern derObligationen der Bereinigten Staaten die gesetzlich der Regierung derVereinigten Staaten zustehende Wahl zu überlassen, in Silbermünzeoder Goldmünze bezahlt zu werden."

Wir sind gegen die Ausgabe von zinsentragenden Schuldscheinender Vereinigten Staaten in Friedenszeiten und verurteilen die Geschäftemit Banksyndikaten, die gegen solche Schuldscheine und mit einem un-geheuren Gewinn für sich selbst die Bundesregierung mit Gold ver-sorgen, um den Goldmonometallismus aufrecht zu erhalten."

Der Kongreß allein hat das Recht, Geld zu schlagen und aus-zugeben und Präsident Jackson (18291837) hat erklärt, daß diesesRecht weder Korporationen noch Individuen übertragen werden könne.Wir verlangen daher, daß das Recht, Noten auszugeben, die als Geldumlaufen, den Nationalbanken genommen und alles Papiergeld direktvom Schatzamt ausgegeben werde, in Münze einlösbar und Zahlungs-mittel für alle Schulden, öffentliche und private sei."

Bei der Feststellung dieses Teils des Programms der demokra-tischen Partei kam es im Schöße des mit derselben beauftragten Komiteszu sehr heftigen Kämpfen. Die Minorität, 15 gegen 33, beantragte,daß zwei Zusatzbestimmuugen aufgenommen würden, nämlich, gesetzlichfestzustellen, daß keine Aenderung in dem Währungssystem auf be-stehende Kontrakte Anwendung finden dürfe, sowie daß, falls die freieAusprägung von Silber nicht innerhalb eines Jahres den erwartetenErfolg gehabt haben würde, das Verhältnis zwischen Silber und Goldzu 16 : 1 herzustellen und zu erhalten, dieselbe wieder eingestellt wer-den solle, aber dieser Antrag wurde in dem Konnte mit 33 gegen 15,in der Versammlung selbst mit 628 gegen 301 Stimmen abgelehnt.Bei der Diskussion über den Minoritätsantrag war William I. Bryanaus Nebraska der hauptsächlichste Redner; zur Sache gehörige Argumentebrachte er keine vor, desto heftiger war er in seinen Denunciationengegen diejenigen, die bei der Währungsfrage ein Einverständnis mitanderen Mächten zu erzielen wünschten, wie gegen alle Freunde derGoldwährung überhaupt.Der Mann", sagte er,der wagen würde,zu erklären, daß er dafür sei, diesem Volke eine Goldwährung aufzu-zwingen, oder der bereit sei, das Selbstbestimmungsrecht aufzugebenund die gesetzgeberische Kontrolle fremden Potentaten und Mächten zuüberantworten, der Mann kann nie hoffen, zum Präsidenten der Ver-einigten Staaten erwählt zu werden. Wir sind sicher, zu siegen. Wa-rum ? Weil es keinen Punkt giebt, auf dem die Anhänger der Gold-währung uns entgegentreten können. Ihr sagt uns, daß die großenStädte für Gold seien. Verbrennt eure Städte und laßt uns unsereFarmen und eure Städte werden neu erstehen, aber zerstört unsere Farmennnd das Gras wird in jeder Stadt der Union wachsen."