Druckschrift 
Der Waehrungs- und Wahlkampf in den Vereinigten Staaten von Amerika
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

alle deutschen, sich von der silberdemokratischen Partei losgesagt haben,haben sich über diese Aeußerungen Brycms verdienter Weise lustig gemachtund, wie die New-Iorker Times gefragt, ob das wirklich alles sei,was er Hütte sagen können, um die Besorgnisse von 4875 519 Personenzu beruhigen, die mit über sieben Milliarden Mark bei den Sparbankenbeteiligt seien, wie der anderen, die 50 Millionen Mark jährlicherPrämien für Versicherungspolicen bezahlten, die einen Wert von ca.53 Milliarden Mark repräsentierten. Außer den angeführten Personenund Beträgen besitzen ungefähr 3 600 000 Personen ein Interesse ankooperativen und sonstigen Gesellschaften, die auf Gegenseitigkeit beruhenund die ein Kapital von 28 Milliarden Mark haben. Die Kapitalienaller dieser Gesellschaften sind in Hypotheken, Eisenbahnaktien, städtischenObligationen und anderen ähnlichen Papieren angelegt. In 1890betrugen die so angelegten Gelder von zwölf im Staate Ncw-Dorkangesessenen und 18 in andern Staaten domizilierten Versicherungsgesell-schaften, die in New-Iork Geschäfte machten:in Schuldverschreibungen und Hypotheken . . 1193 Mill. Markin Staatspapicren der Vereinigten Staaten . . 25in andern Aktien und Obligationen .... 1053in Immobilien ...........317

Wie würden die Gläubiger dieser Gesellschaften fahren, wenn z. B.die Hypotheken in Dollars zu 53 Cents gezahlt würden und würdeein Teilnehmer an einer auf Gegenseitigkeit gegründeten Gesellschaftseine Zahlungen nicht auch in Dollars von demselben Werte erhalten?

Die Anlagen der Sparbanken bestanden in 1894, nach dem übereinen Teil derselben vorhandenen Angaben, in

Beleihungen von Immobilien.......3116 Mill. Mark

Vereinigten Staaten Papieren....... 435

Staatlichen, Grafschaftlichen und Städtischen Anleihen 1595

Eisenbahn-Aktien und -Obligationen..... 486

Andern Aktien, Obligationen und Hypotheken . . 418auf die dasselbe zutrifft, was von den Anlagen der Versicherungsgesell-schaften gesagt worden ist.

Und was die Notwendigkeit anbetrifft, in die die Depositorenversetzt werden könnten, aus Not infolge der Fortdauer der Goldwährungihre Deposita zurückzuziehen oder zu vermindern, so ist die Zahl derDepositoren von 1 630 846 in 1870 auf 4288 937 in 1890 und4 878 519 in 1895 gewachsen, während die deponierten Beträge von2199 Millionen Mark in 1870 auf 6909 Millionen Mark in 1890und auf 7242 Millionen Mark in 1895 gestiegen sind.

Die Frage des Einflusses, den die Einführung der Silberwährungauf das Geschick aller derer haben müßte, die ihre Ersparnisse in irgendeiner Form zinstragend angelegt haben, ist in Vorstehendem so eingehendbehandelt worden, weil auch deutsche Bimetallisten in der jüngsten Zeitsich veranlaßt gesehen haben, als Gegner der Gläubiger klaffe HerrnBryan ihre Wünsche für den glücklichen Ausgang eines Wahlfeldzngs