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werden. Eine bankmüßige Deckung aber für all diese kursierendenScheine giebt es nicht. Für ihre prompte Einlösung gilt eineGoldreserve von 420 Millionen Mark als genügend; sie ist diesaber jedenfalls dann nicht mehr, sobald das Vertrauen auf die Ein-lösungsfähigkeit des Schatzamts erschüttert oder die Zahlungsbilanz desLandes passiv wird. So hat das Land heute eine Währung, die„nicht Fisch und nicht Fleisch ist"; für den Bankdeckungsdienst undusancegemüß auch für die Zahlung gilt die Goldwährung (daraufhalten selbst die Vorkämpfer Brynns), als Umlaufs mittel aberdient ein durch entwertetes Silber gedecktes Papiergeld,das die Regierung bemüht ist, als dem Gold gleich-wertig im Umlauf zu erhalten.^)
Von den Bimetallisten wird die Union als Doppelwährungsstaatausgegeben, aber mit dem gleichen Recht, mit dem sie auch das deutscheReich für sich reklamieren könnten. Auch in Amerika ist, wie bei uns
Heute liegen die amerikanischen Währungsvcrhältnisse folgendermaßen:„llrs ^Vorlä" berechnet pro 1896 den Vorrat an Golddollars auf 2,3,den an Silberdollars auf 1,7 Milliarden Mark; dazu kämen silberne Scheide-münzen im Betrage von 320 Millionen Mark. Der Papiergeldumlauf betrugnach derselben Quelle beziehungsweise nach den, Rsport, ok Oompt. ok tds(üurrsnov pro 1L92:
1892 189«Mill. Mark-.
Nationalbanknoten........ 724 394
Greenbacks.......... 1,394 14S6
2119
23S0
Treasury notes (Ges. V. 14. Juni 1690) 481
Gold CertificateS........ 505
Silver Certificatcs....... 1,363
Currency Certificates (Ges. v. 8. Juni 1872) 44
2393
6032131420283
2519
4512
4899
N. P. Rothwell „?lis Lörick Currsiioiss" schätzt den Geldvorrat pro1695 folgendermaßen-
Bevöl-kerungMill,
Millionen
Mark
Mark pro Kopf der Bevölkerung
Staaten.
Gold-geld
§
Voll-geld
nlbergelScheidemünze
d
Zusam-men
Unge-decktesPapier-geld
Gold-geld
Silber-geld
Unge-decktesPapier-geld
Zusam-menrund
Ver. Staaten
70,4
2472
2192
308
2500
jI664
>bz,-ssii
35
35
24
94
51,2
2500
420
440
860
240
43
16
4
70
38,9
2320
460
460
452
59
II
II
83