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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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6. Kapitel: Der Buchhandel,

Grimmaischc Straße in der Gegend des Panlinums, Nikolaikirchhof,Nikolai- und Ritterstraßc, sodann Alter Neuinarkt (jetzt Univcrsitäts-straße) und Neuer Neumarkt (jetzt Neuinarkt), endlich Gewand- undKupfcrgäßchen bildeten seit der Mitte des 16. Jahrhunderts das Buch-hündlcrvicrtcl; in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörte auchdie Pctcrsstraße dazu. Die großen Leipziger Verleger und Vcrlagsfirmen:I. F. Gleditsch und sein Sohn, I. L. Gleditsch, Weidmann, GroßesErben, Lanckischs Erben, Aug. Martini, auch I. L. Braun, D. G. Fleischer,Theophil Georgi, Groschuff, Heimchens Erben, Kloß, Tornows Erben,sie alle hatten ihren Laden (nach dem Adreßbüchlcin vom Jahre 1715)auf der Grimmischen Straße I. F. Gleditsch und sein Sohn, I. L.Gleditsch, Weidmann, Kloß, Tarnows Erbenunter ihrem eigenen Hause";Eörners Erben hatten ihren Laden auf dem Neuen Neuinarkt, ThomasFritsch ebenfalls unter seinem eigenen Hause und Phil. Wilh.Stock auf dem Nicolaskirchhof, Joh. Ehristn. Martini auf der Nicolas-straßc, Casp. Mayer im Paulincr-Collcgium. Von den Buchdruckcreicnbefanden sich in demselben Jahre sieben auf der Ritterstraßc, je zwei imGroßen Fürstencollcg, auf dcm Altcn Neuinarkt und auf der Nicolasstraße,je eine an der Zuchthaus-Kirche, auf dem Brühl und als die einzigealler Buchhandlungen und Buchdruckcreicn außerhalb der inner» Stadtauf dem Grimmischen Steinwcg.Im eigenen Hause" befanden sich neundieser Druckereien.^ In diesem Viertel mieteten sich auch die fremdenBuchhändler zur Messe ein; an den Häusern besonders der Nikolaislraßcvom Nikolaikirchhof bis zur Grimmmschcn Gasse, demnächst der beidenNeumärkte hingen ihre Meßschilder aus. Die Gewölbe, ringsum mitRcpositorien versehen, meist mit daran anstoßendemStüblcin", d. h.Kontor, das gewöhnlich auch zum Schlafen diente, wurden für das ganzeJahr gemietet und standen zwischen den Messen verschlossen und unbcuutzt.Einem kleinen Büchlein vom Jahre 1723 zufolge ^ bezahlte mau damalsfür ein Gewölbe 60 Thalcr; derselbe Preis wird uns im letzten Jahr-zehnt des Jahrhunderts" als höchster für eineganz mittelmäßige Ge-legenheit", der Durchschnittspreis dafür auf 4050 Thaler angegeben.Ebenso viel etwa (50 Rthlr. das Jahr) bezahlte die Wcidmannschc Firmafür ihren Frankfurter Laden in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Fürzwei Gcwclbe, Stuben, Kammern, vnd stall" zahlte Bartel Vogel 1569100 Gulden, für einenBuchladcn" mit Stube und Kammer Samuel