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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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6. Kapitel: Der Buchhandel.

(1714) oder Joh. Heinr. v. Seelen (1715) zu erreichen. Noch wich-tiger waren die eigentlichen Gelehrtcnlcxita: Menckens compcndiösesGelehrten-Lexikon, Leipzig 1715, herausgegeben von Jocher 1725, 1726und 1733, erwachsend zu Jöchcrs vierbnndigem Allgemeinen Gelehrten-Lexikon, 1750/51, das ein Mittelpunkt gelehrter Bücherkundc wurde.Den Anfang der kritischen Bibliographie machten Joh. Hallcrvords Lidlio-tdsea. oni'ivLa 1676 und Böclers LidlioN^xliig. Iiist.-xolit.-xuilol.euriosa 1677, in zweiter Auflage 1696, in dritter (ZidlivAr. cMiea)ediert vom Leipziger Professor I. G. Krause, dem Verfasser der CuriosenBibliothek, einer umständlichen Bücherhistorie, des neuen Büchcrsaalsund anderer ähnlicher Werke; es folgten LinesruL' vicrbändigcr Biblio-thckcnschatz, Nürnberg 1738,39, der Versuch einer allgemeinen,mitAugen selber angesehener, nur sclektcr, nützlicher, rarer und Anmerkungweither Bücher"; die musterhafte, mit neun Bänden in zeitlicher Folgenur bis Eoban Hcssus reichende LidiiotlieMö eurieuse von DavidClement, 17501760; Hambcrgers Zuverlässige Nachrichten bis 1500,4 Bde., 17561764. In den Jahren 17191725 erschienen inHaag in fünf Bänden die drei Teile von Mich. Maittaircs ^nimlöLt^xograMiei ad artis invsnwö oriMinz lul gnnnni 1557, l.umizenäiek annum 1664, denen dann 1741 in London der zweibändigevierte (Register-) Teil folgte. Rasch folgten in Deutschland noch in derersten Hälfte des 18. Jahrhunderts selbständige Ergänzungen zu einemWerke, das den Gesichtskreis der Gelehrten erweiterte, den Antiauariats-handcl gediegener begründete, das Standesbewußtsein der Drucker undBuchhändler hob, indem es die Geschichte der Buchdruckcrkunst erforschteund über die alten Drucker und Verleger liebevoll berichtete: Schriften vonSchcllhorn, Seelen und auf Grund Leipziger Büchcrschätze Lcich,Mcnckcn. Auch die ersten Pseudouymen-Lexika sind damals erschienen:das erste Frid. Geislers Oi8i>nwt,io äs nowinum mutations et ano-n^inis seripwribus, I^ixs. 1669, dann I. Beckers I^rvg. üstiÄeta, 6to.,Vsribui'N 1670, ^oannis R.iioäii Oaui g-uewinm 8u^iwsitorum eata-loZus, Hawd. 1674, weiter Pct. Dahlmanns Schauplatz der Mas-quirten . . Gelehrten, Leipzig 1710, ^. ^. ^. äs seiixtis anonxwis,. (?oclc>kr. liUckoviei, I,ix8. 1715, Viroium srncliwrurn onyinaw-nidixliosis, Frankenh. 1720, Mylius' Lililiutlieea ttnommorum et xseu-ckon^mornm äeteelvvnin, Hamd. 1740. Noch gab es aber keine eigcnt-