:;74 7. Kapitel: Das bibliopolischc Teutschland; Absatz, Preis, Nachdruck, Ccnsur.
Anzahl der
Bricf-maler
Maler
Maler,Illumiuisteun. Patrouisteu
Maler, Ll-, Kunst-,Allnministen undBriejinalcr
Karten-macher
Patcr-nofter-macher
16S3
4S
18
4
1661
46
20
4
1668
62
23
3
1672
59
23
S
1687
8l
23
8
1701
97
11
1720
108
8
1721
120
9
'1/
1730
141
8
Die Jlluministen, Patronistcn und Frcihandulaler dehnten ihren Be-trieb so weit aus, daß sie endlich in engere Schranken zurückgewiesenwurden." Sie beschwerten sich im Jahre 1742 darüber, daß mehr alszwanzig Personen — und darunter manche zwei oder drei — Kupfer-pressen besäßen und beriefen sich dazu auf ein Ratsdekrct vom 3. De-zember 1648, nach dem nur Mitglieder der BricfmalcrgcrcchtigkeitKupferpresscn führen dürften. Ein juristisches Gutachten erklärte aber,Freihandmalcr bedürften überhaupt keiner Pressen, sondern nur Piusclund Farbe, und Briefmalcr dürften wohl Pressen, aber nur zum Holz-schnitt führen. Die Augsburgcr Kupferstecher übrigens, ursprünglich mitden Briefmalern in einer Gerechtigkeit vereinigt (Ratsdekrct 1648),waren zu Ende unseres Zeitraums „so hoch gestiegen", daß sie sich alsfreie Künstler abgesondert hatten, wenn sie auch ab und zu noch Lehr-linge und Gesellen setzten. Was die Konfcssionszugchörigkcit der Mit-glieder des Augsburgischcn Buchgewerbes betrifft, so haben wir dafür diebesten Unterlagen für die Buchdrucker, Buchbinder und Briefmalcr,während wir von den Buchführcrn nur wissen, daß zu Beginn der 1660erJahre einer katholisch und zwei protestantisch waren, und daß in denJahren 1668 und 1672 je zwei protestantische Buchführcr bestanden.Unter den Buchdruckcrherrcn stand von 1653 bis 1672 den drei resp. vierDruckern Augsburgischer Konfession nur ein katholischer gegenüber, dannaber veränderte sich das Verhältnis immer mehr zu Gunsten der Katho-liken; im Jahre 1738 haben wir neben den sieben Augsburgischcn sechskatholische Buchdrucker, die aber drei Pressen mehr besaßen. Ganz ähnlichwar es bei den Briefmalcrn. Im Jahre 1653 zählte man 36 lnthc-