Tübingen, Ulm, Nördlingcn, Stuttgart. Heidelberg . Spcicr. )',7<»
1653—1684). Die Firma scheint in Stuttgart alteingesessen gewesenzu sein, denn ein Buchhändler gleichen Namens begegnet schon im Jahre1625^, und sie bildete durch unsern ganzen Zeitraum den Kern desStuttgarter Buchdrucks und Buchhandels . Neben ihr erscheint im Jahre1650 Joh. Gottfried Zubrodt; im Jahre 1682 wurde von AugustMctzler, der wie Zubrodt ursprünglich Buchbinder war, die heutigeI. B. Mctzlerschc Buchhandlung gegründet. Nach Zubrodts Tode, 1690,war Metzler der einzige reine Buchhändler in Stuttgart ; nachdem erim Jahre 1716 gestorben war, associierte sich sein Sohn Johann Be-nedikt mit dem vorher genannten Hofbuchdruckcr Rößlin, der das Pri-vilegium besaß, vom Jahre 1718 ab Stuttgarts „alleiniger Buchhändler"zu sein, und dessen Schwager Metzlcr war. Erst im Jahre 1740 tratneben Metzler als zweiter Buchhändler Christoph Erhard. Druckereienzählte im Jahre 1740 Stuttgart, wie Tübingen , drei, wovon die einedie 1739 gegründete Cottasche. Eines guten Rufs scheinen sie sich,wenigstens bis dahin, nicht erfreut zu haben; in einem behördlichenSchreiben vom Jahre 1710 heißt es, es gereiche dem württembcrgischcnMinisterio zu schlechten Ehren, daß in Stuttgart so fehlerhaft gedrucktwerde, Stuttgarter Kalender seien ebenfalls die schlechtesten.^ VomJahre 1699 haben wir eine Stuttgarter „Lpsoitieation der hiesigerund auf dem Landt sich enthaltender Buchbinder"."'" Sie verzeichnetfür Stuttgart und Tübingen je acht, für Bieberach, Göppingen , Kirch-Heim, Calw, Veihingen, Leonberg und Schirmdorf je einen Buchbinder.Auch im Jahre 1725 hatte Stuttgart acht Buchbinder.^
In Heidelbergschönen in der zweiten Hälfte des 17. Jahr-hunderts durchschnittlich drei Buchhändler und zwei Buchdrucker neben-einander bestanden zu haben. Von Bedeutung für den Mcßhandcl istder Heidelberger Verlag nach dem Mcßkatalog nicht gewesen; von 1695bis 1708 und von 1710 bis 1760 fehlt die Stadt in den MesMalogcnvollständig.
In Speier bestanden in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahr-hunderts drei Buchbindereien. Da ein Buchführer in Speier niemalserwähnt wird und die Buchbinder die üblichen Beschwerden immer nurgegen „den Buchdrucker" richten (z. B. 1715, 1723), so scheint danebeneine eigentliche Buchhandlung in der Stadt überhaupt nicht bestandenzu haben. Auch die Buchdruckern — von Gustav Rost, einem che-