Verhältnis zu den westlichen Nachbarstaaten.
ländischcn, dic Ausfuhr dcutschcn Verlags vermittelten. In dm Meß-katalogen sind besonders die Firmen de Tourncs iu Gcuf und Chouctin Genf ! beide bis Mitte der 1690er ^cihrc),, die Kopcnhagencr FirmenJoh. Melch. Liebe (1687—1709), Peter Haubold (1656—1686), Pauli>«!i!7—I 1706—1718, dann noch, aber viel spärlicher, von 1730nb) nnd dic niederländischen Firmen der Elzcvicr ^bis 1680), weiterPeter Beller in Antwerpen (bis 1667), Boom (1667 — 1691) undJohann Blaeuw (bis 1679), in gcringcrm Maße Jan. Cnobbars Wittwcin Autwcrpen (bis 1659) und Easp. Eommclin in Amsterdam (1660—1673) vertreten. Zu Ende unseres Zeitraums war der persönlicheMcßhandel der ausländischen Buchhändler von geringer Bedeutung uudauf einige Buchhändler der nordischen Staaten, Hollands und die fran-zösische Schweiz beschränkt. Das gedruckte Verzeichnis der ständigenMcßbesuchcr vom Jahre 1741 enthält unter den 309 Firmen nur19 ausländische, nämlich aus Petersburg 2, Kopenhagen 6, Christian!» 1,Stockholm 1, Amsterdam 2, Lüttich 2, Leiden 1, Genf 4. Damit warder Austausch iu- und ausländischer Littcratur zum größten Teile dendeutschen Buchhändlern zugefallen. An dic Stelle des persönlichenHandels trat ciu weitgespannter schriftlicher Geschäftsverkehr, und diedeutschen HauptbnchhandelSplätzc wurden mehr und mehr zu Bezugs-quellen des Auslands sogar für ausländische Littcratnr. Gerade indieser Beziehung hat dic deutsche Bnchhandclsorganisation eine außer-ordentliche Überlegenheit über die ausländische bewiesen. Wir hörtenschon weiter oben, daß und warum man in Paris zuweilen PariserVerlag aus Straßburg bezog. Ebenso bezog der Stockholmer Buch-händler in den 1740er Jahren dänische Littcratur aus Leipzig , währender holländische Ausgaben direkt ans Holland verschrieb. In der Regelsandten dic Ausländer ihre Neuigkeiten nach Leipzig , um sie hier in denMcßkatalog anfnehmcn zu lassen und eine deutsche Buchhandlung mitdem Kommissionsvertriebc zu beauftragen. Wenn nicht das ganze Buch,so schickten sie wenigstens den Titel zur Vorlage ein, oft in einergrößern Auzahl, z. B. von 50 Exemplaren. Die Anknüpfung der Ge-schäftsverbindungen war zum Teil eine pcrsöulichc, wie wir das obenbei Gleditsch bemerkten. In andern Fällen gab der wichtige Verlag derHandlung, mit der man in Verbindung zn treten wünschte, die nächsteVeranlassung. Weiter aber haben auch hierbei dic in- nnd ausländischen