Klitnlvge mit Preisangabe».
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verrn Buchhändlern, welche sich ineincS Verlages bedienen, bcy aecuratcrBezahlung einen rlüsoimiilen r.idl'^t genießen zu lassen, maßen michgar wohl beschcide, daß uicmaud, wie man im Sprichwort zu redenpflegt, das heilige Grab umsonst hüten könne."
Dagegen tritt Joh, Gottlieb Glcditsch in seinem l^w1>>-5U8 sxoti-enrulll et melioris nows lidrornw. in dessen Hauptkntalog in deuiuns vorliegenden Exemplar der Titel fehlt, und dessen erste Kontimintion1728 erschien, der Preisangabe in Lagerkalalogcu grundsätzlich entgegen,und die Einzelvcrzcichnissc der Leipziger Zeitlcr, Braun, Fritsch, Glcditschgchcu auch jetzt ohuc Preise weiter. Er habe nicht dafür gehalten, sagtGlcditsch, dcm Beispiel derer zu folgcu, die den Büchcrtitcln die Preise inihren Katalogen beifügten, weil die freie Entscheidung bei Kails und Ver-laus so enge Grenzen zu verwerfen scheine; er habe sich ein anderes Gesetzauferlegt: crnstwilligcn Käufern sich als billigen Verkäufer zu erweisen.
Aber gerade aus Leipzig ging nun, im Jahre 1742, der erste mitBogenzahl und Preisen versehene allgemeine Büchcrlatalog hervor, GeorgiS„Europäisches Bücherlcrikon". Unter lebhaftem Widerstreben des Buch-handels; Gcorgi berichtet, daß einige seiner Herren Handelsgcnossensein Borhaben gemißbilligt, widerraten, ja gar mit List zu hintertreibengesucht hätten — ohne, wie er sagt, reiflich zu überlegen, daß es ihnenselbst und dem Buchhandel überhaupt weit großcru Nutze» als Schadenbringen werde.
Man kann das Erscheinungsjahr des Georgischen Lexikons, genauerdas Ende der vierziger Jahre als Beginn der Zeit der Herrschaft desPreiskatalogs ansehen. Bis zum Jahre 1765 erschienen z. B. mit PreisenLagerkatalogc , Univcrsaltataloge) von Härtung in Königsberg 1746,Krcmß in Wien 1748—1750, Monath in Nürnberg 1748, 1753, 1758,HeinsiuS in Leipzig 1748, Fromcry in Berlin 1751, Montag in RegenS-bnrg 1765 und Meßsortimcntskatalogc (Kontinuationcn) vom HallcschcnWaisenhaus in Berlin 1749, von Stock und Schilling in Frankfurt a. M.1749 (Lnnt. XXVI; schon seit 1736?), Klcyb in Frankfurt a. O. 1751,Andrea in Frankfurt a. M. 1752 bis Ende des Jahrhunderts, Haudc^ Spcner in Berlin 1753, Möller (1756) und Garbe (1757) in Frank-furt a. M., vom Goldncn Vließ in Wien 1760, von Bohn in Hamburg 1763; der theologische Spezialtatalog von Heidegger u. Comp, iu Zürich 1759.