496 Kapitel: Das biblwpolischc Teutschland; Absatz, Preis, Nachdruck, Ccusur.
In einem Züricher Lagcrkataloge der 1770er Jahre^^ heißt eS: diePreise seien darin so angesetzt, „wie selbige von den Verlegern selbstverkauft werden; es wäre denn, daß, da wir die meisten davon zur Er-gänzung des Lagers wieder anschaffen müssen, theils wegen bnarer Be-zahlung, oder thcurcn Frnchtspescn einige Preise um etwas weniges er-höhet wären". Es „bleibt bcy den angezeigten Preisen unveränderlich";die „Gönner und Freunde der Handlung" erhalten wie bisher 19"<>Kundenrabatt. Diese Behandluug der Preise bezeichnet das Ziel, den:auch schon unser Zeitraum zustrebte.
Was die Höhe der Büchcrprcisc betrifft, so setzten die Leipziger Buchhändler in ihrem — sehr summarischen — Tarvorschlagc vomJahre 1667^" für das Alphabet 1. gemeinen Drucks auf gemeinPapier 4 gr.; 2. für das Alphabet lleincrn und verschiedenen Drucks aufbesser Papier nach Proportion der Kosten 5, 6 oder mehr Groschcu an,wobei „auch dnrzu gerechnet" Honorar-, Privileg- und Censurkostcn, dasheißt doch offenbar: einschließlich dieser Kosten. Auf den Bogen be-rechnet, würde der crstcre Satz 2 Pf., der letztere 2^, 3 oder mehrPfennige betragen. Im Jahre 1668 setzten auch die auswärtigen Be-sucher der Leipziger Messe einen Tarvorschlag auf.^' Sie gaben nichtden Preis pro Alphabet, sondern den Ballcnpreis an, sodaß ihre Prcis-ansütze mit denen der Leipziger nicht unmittelbar vergleichbar sind,sondern im Bogenprcis erhöht gedacht werden müssen; das um so mehr,als sich die Auswärtigen den Einzclbogcnprcis im Batlcnprcisc so verbilligtdachten, daß als außerdem gewährter Buchhäudlcrrabatt „forthin nicht mehrals 5 rabg.t gegeben gegen baarc bezahlung aber 6 fl. gelaßen" werdensollten, also nur 5 und 6 Prozent oder, falls 5 und 6 fl. nicht von 100Gulden, sondern vom Ballcnpreis « „Und weilen also die Bücher den Pallcnnach wohlfeiler angeschlagen werden, so müste man sich des rabats oderabzugs halber vergleichen, und forthin" u. f. w.) gemeint sind, der, wie wirsehen werden, durchschnittlich 80 fl. beträgt, 6 und Prozent. DiePrciscmsätze der Auswärtigen sind höher, als die der Leipziger ; das ist wohlhauptsächlich darauf zurückzuführen, daß die Leipziger am eigenen Platzehandelten, während die Auswärtigen die Bücher von ihrer zum Teil weitentlegenen Heimat herbei- und dorthin zurückzuschaffen hatte». Für die„grobern Schriften nnd Scholasticalia" setzten die Auswärtigeu ciucn