bedeutenden Berliner Firma war für Braunschwcig als Buchhandclsstadtvon hoher Bedeutung. Schon in Berlin hatte Viewcg rasch eineaußerordentlich rührige Bcrlagsthätigkcit entfaltet; Männer wie Archen-holtz, Häberlin, Herder, die beiden Humboldt, Jean Paul , die beidenSchlegel, Voß, Wieland zählten zu seinen Autoren, im Jahre 1797erwarb er von Goethe das unbedingte Verlagsrecht von „Hermann undDorothea"; französische und englische Publikationen und vorzügliche Schul-ausgaben der römischen Klassiker bildeten die Grundlage. Nun erbautesich dieser Verlag sein großes, noch heute stehendes Haus am Burgplatzin Braunschweig . Das Sortimentsgeschäft wurde unter der alten (auchheute noch gültigen) Firma „Braunschweigische Schulbuchhandlung" fort-geführt. Von großer Bedeutung wurden aber auch Handlungen in Hannover selbst; zunächst die Helwingsche Hofbuchhandlung, die alte FörstcrscheBuchhandlung, die, schon im 16. Jahrhundert bestehend, zu Ende des17. Jahrhunderts an den Buchdrucker Nicolaus Förster gekommen warund bis zuletzt die bedeutendste Handlung Hannovers blieb; im Jahre1773 erwarb sie der Rektor Chr. Fr. Helming in Lemgo , zugleich mitihrer Filiale in Pyrmont . Helming führte außerdem für die Wittweseines verstorbenen Schwiegervaters, Johann Heinrich Meyer , dieMeyersche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei in Lemgo , die dannim Jahre 1800 in den Besitz von Helmings Sohn, Gottlieb LeopoldHelwing überging; ferner gründete er eine zweite Filiale seines Hannover-schen Geschäfts in Duisburg (später an G. D. Bädeker in Essen über-gegangen). Die Schriften von Puffendorf und Scharnhorst, vonMeiners und Spittler erschienen im Helwingschcn Verlage. Im Jahre1792 trat die zweite der bedeutendsten Hannoverschen Handlungen hin-zu: die Firma Gebrüder Hahn, die sich schon im Jahre 1803 durchden Ankauf der Ritscherschen Buchhandlung in Hannover erweiterte;das verbreitete Fremdwörterbuch von I. C. A. Heyse stammt aus jenerZeit (1. Aufl. 1804, 17. Originalausgabc 1896). In Helmstedt domi-nierte bis 1766 die alsdann nach Leipzig verlegte Weygandsche Buch-handlung, von 1792 an tritt der ansehnliche Verlag von C. G. Fleck-eisen auf.
In Lüneburg wuchs seit 1797 der kräftige und noch heute be-stehende Verlag von (I. G.) Herold K Wahlstab empor; in Wolfen-büttel blühte die stattliche Handlung von Joh. Christoph Mcisner (bis