Druckschrift 
Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft / Johann Goldfriedrich
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Erstes Kapitel.

Der Beginn des Nachdruckszeitalters nnd die ReichschenReformbestrebungen.

Sachsen und Österreich; Philipp Erasmus Reich und Johann Thomas von Trattner .Plan der Einführung eines kursächsischen Übersetzungsmonopols und der Bedingungder Gegenseitigkeit für Holland in die kursächsische Buchhandelsgcsctzgebung, Ab-schied von der Frankfurter Messe . Aufruf zu genossenschaftlicher Selbsthilfe gegenden besonders von der Schweiz ausgehenden und namentlich von Frankfurt a. M.unterstützten Nachdruck. Ausdehnung des Übersetzungsmonopols auf die Aus-wärtigen. Erweiterter Plan einer Reform der kursächsischcn Nachdrucksgcsetzgebungüberhaupt. Auftreten Trattners und Paulis. Fernere Erweiterung der ReichschenPläne zu dem Gedanken einer Reform des Buchhandels überhaupt. Reichs Buch-Handelsgesellschaft. Ihre innern Schwierigkeiten. Kritik seitens der Gelehrten.Widerstand der Regierung, des Rates und der Universität; Verzicht auf den ge-nossenschaftlichen Nachdruck. Die Paulischen Häudel. Das Reich-BreitkopfscheReformprogramm. Widerstand des Leipziger Rates. Die Erklärung vom 17. Mai1770. Das kursächsische Mandat vom 18. Dezember 1773.

-3n den Zeitaltern Friedrichs des Großen und der FranzösischenRevolution, den Jahrzehnten, in denen ein neues politisches, sociales,wirtschaftliches, litterarisches Gesiige sich durchzubilden begann, trat auchder Buchhandel in seine Neuzeit ein. Das Jahr 1730 in äußersterBegrenzung und sodann die beiden Jahre 1740, das Jahr der Thron-besteigung Friedrichs des Großen und, wenn wir so sagen dürfen, derEntthronung Gottscheds , und 1765, in dem Goethe als Student indie Hauptstadt des deutschen Buchhandels einzog, sind wir werdendie Zeugnisse dafür in der Geschichte des Büchermarktes kennen lernenbereits von den Menschen des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit über-raschender Übereinstimmung und Schärfe als die Grenzsteine einer neuenlitterarischen Welt und zugleich geradezu als derBeginn eines neuenGewerbes" des Buchhandels bezeichnet worden. Die zweite Hälfte des

Geschichte des Deutschen Buchhandels. III. 1