in gröfserem Mafse der internationalen Konkurrenz bereits zueiner Zeit ausgesetzt war, da die schlechten Landwege auf demKontinente diese Konkurrenz noch kaum fühlbar machten.
Indien war noch im vorigen Jahrhundert gegenüberEuropa ein Industrieland, das hauptsächlich gewerblicheProdukte, insbesondere Baumwoll- und Seidengewebe, gegenNaturprodukte, insbesondere Metalle, austauschte. Bereits 1708beklagt De Foe die Einfuhr indischer Baumwollgewebe in Eng-land . Bei den Damen sei es allgemein Mode geworden,Kalikos und Musseline zu tragen, nachdem die Königin darinvorangegangen sei. Nicht nur Kleidung, sondern auch Bett-wäsche und Vorhänge pflege man aus dem ausländischenStoffe zu fertigen. De Foes Klage ist um so bemerkenswerter,als sie in eine Zeit fällt, da bereits das gesetzliche Verbot vonbedruckten indischen Kalikos zu Recht bestand (1700). Immerwieder tauchen ähnliche Klagen auf, dahin dafs die „Ver-derbtheit der Natur des Weibes" die heimischen Gewerberuiniere durch Sucht nach ausländischer Kleidung 1 . Dafsdas ganze Jahrhundert hindurch die indische Konkurrenz inaller Schärfe bestand, beweist folgender Vorgang. Im Jahre1775 wurde zu Edinburg eine „patriotische Gesellschaft" ge-gründet mit dem Zwecke, die Mode indischer Baumwollgewänderzu bekämpfen. Man beschlofs, alle Männer zu boycottieren,welche mit Baumwolle tragenden Damen Verkehr unterhielten;auch bei dieser Gelegenheit wird gesagt, dafs der Gebrauchindischer Stoffe allgemein sei — allerdings wohl nur in denwohlhabenderen Schichten der Gesellschaft 2 . Wenn auch dieangeführten Klagen über den Gebrauch von Baumwollstoffenzunächst im Interesse der englischen Woll- und Leinenindustrie