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dem einzelnen Rahmen rasch gestiegen zu sein; trotzdem bliebdie Leistung eine geringere. Von 800 Spindeln war das Tages-ergebnis in England bei Garn No. 40 66 Pfund, in Frank-reich 48 Pfund. Aus zahlreichen Aussagen von Unternehmernvor dem genannten Untersuchungsausschuls sowie vor dem „onartisans and machinery" ergiebt sich, dafs die vernommenenFabrikanten bereits den Besitz besserer Arbeit als ihre Haupt-stärke gegenüber dem festländischen Mitbewerbe ansehen. „EinSpinner in England thut zweimal so viel wie ein Franzose.Letzterer steht um 4 Uhr auf und arbeitet bis 10 Uhr Abends.Aber unsere Spinner thun in sechs Stunden, was jene in zehnthun."
In gleicher Richtung liegen auch Äufserungen von Arbeiternvor, so die, dafs trotz verkürzter Arbeitszeit die Arbeit jetzt weitanstrengender als früher sei; man klagt darüber, dafs einigeArbeiter von einem gefährlichen Ehrgeiz ergriffen seien, mehrzu leisten, als für die menschliche Natur recht sei 1 . DerselbeZeuge aus Stockport berichtet, dafs diese Arbeiter aber auchbisher unbekannte Bedürfnisse entwickelten, zum Beispiel stattin die Kneipe zu gehen, zu Büchern griffen und Schulen be-suchten — alles damals noch ganz ausnahmsweise Erscheinungen.Möglich waren sie nur in einer Stadt wo, wie in Stockport ,schon damals in der zweiten Generation gesponnen wurde,und wohin ganz besonders zahlreich Armenkinder zur Fabrik-arbeit eingeführt worden waren. Denn nichts befördert so sehrdie Entwicklung des modernen Menschen, als gezwungeneoder freiwillige Verpflanzung auf anderen Boden 2 .
1 Cornmittee on Manufactures 10 552.
2 Man denke an Kolonisten, welche gewöhnlich schneller alsihre früheren Landsleute sich entwickeln, auch daran, wie neuauf-kommende Industrieen allenthalben fremder Arbeiter bedürfen. Wielange man aus den Armenhäusern den Nachwuchs der Fabrikarbeitbezog, beweist Com. on Manuf. 11 412.
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