Die Arbeiter, bis dahin die eifrigsten Gegner der Korn-zölle, wandten sieb von der Bewegung ab, sobald diese in dieHand der Arbeitgeber übergegangen war. Wiederholt sprengtensie Versammlungen der Liga, sodafs Martineau meint, sie seienHand in Hand mit den Kornzöllnern gegangen — dies istgewifs unrichtig: kurzsichtig, wie sie waren, wandten sie sichgegen ihre nächsten Gegner.
Wir haben hier auf die Bewegung, welche unter demNamen Cobdens weltbekannt ist, nicht näher einzugehen. Da-gegen ist es notwendig, die inneren Beweggründe darzulegen,welche die englische Baumwollindustrie auf den politischenKampfplatz trieben. Dieselben sind von den vorgebrachtenArgumenten zu scheiden, welche in den Beden meist vorwiegen.
Die Baumwollfabrikanten Lancashires verfochten in demkostspieligen und langwierigen Feldzug gegen die Kornzöllein erster Linie das Interesse des Exports. Export sei nurmöglich durch Import, indem Barbezahlung zwischen Volks-wirtschaften eine äufserst geringe Bolle spiele. Würde eineNation in bar bezahlt für ihre Ausfuhr, so müsse der Edel-metallvorrat bei ihr schnell über das gewöhnliche Niveausteigen und dies sofort sich in Steigerung der Preise, Er-leichterung der Einfuhr und Erschwerung der Ausfuhr äufsern.Herabsetzung des Zinsfufses und Abflufs der Barbeständemüsse weitere Folge sein. In den Edelmetallvorräten derWelt würde so eine Ausgleichung von selbst erfolgen.
Thatsächlich lehrt die Erfahrung, dafs ein solches Ver-hältnis allerdings vorkommen kann, jedoch nicht über be-scheidenen Mafsstab hinaus. Wenige Millionen in bar, denEdelmetallvorräten eines Landes entnommen oder zugefügt,bewirken bereits eine Erhöhung oder Erniedrigung des Zins-fufses, welche genügt, um den entgegengesetzten Erfolg unddamit eine Ausgleichung herbeizufuhren. Uberhaupt ist der