die Seite des Käufers vertraten. Mit dem Aufgehen der Ver-kaufsmakler in der Klasse der Importeure hinderte nichts mehrdie Einkaufsmakler, auf eigne Rechnung die Baumwolle zu ver-kaufen oder zugleich als Verkaufsmakler für Importeure dasGeschäft zu machen. Statt möglichst billig zu kaufen, wurdedann ihr Interesse vielfach, möglichst teuer zu verkaufen.
Es war also ein Mittel erforderlich, den Makler in dasInteresse des Spinners zurückzuzwingen. Es war dies nurso möglich, dafs ein Teil der Spinner sich vereinigte unddurch bezahlte sachkundige Beamte die Geschäfte des Maklersversehen liefs.
Dies geschah durch Gründung der Cotton Buying Com-pany, einer ursprünglich aus zwanzig bis dreifsig Aktien-spinnereien zusammengesetzten Aktiengesellschaft 1 . Ihr Zweckist Einkauf der Baumwolle auf dem Liverpooler Markt, wobeidie Mitglieder die gewöhnlichen Maklergebühren zu zahlenhaben; der Überschufs über die Auslagen wird am Ende desJahres als Dividende verteilt. Diese Gesellschaft stiefs an-fänglich auf den heftigsten Widerstand der Makler. Sie ver-mochte sich nur zu halten durch geschickte Ausnutzung desnoch nicht erloschenen Gegensatzes zwischen den Maklernund Importeuren, indem die neue Gesellschaft sich mit letzterengegen die Makler verbündete. Seitdem hat sich die Gesell-schaft auf dem Liverpooler Markt ihren Weg gebahnt unterder Leitung des mehrfach genannten Samuel Andrew, Schrift-führers des grofsen Spinnereibesitzer Vereins von Oldham.Wenn sie auch von der Gesamtzahl der Spindeln Lancashiresnur einen Bruchteil umfafst, so hat sie doch die Makler ver-anlafst, den Interessen der Spinner mehr als bisher zu dienen
1 Für diese Entwicklung, welche Ellison und Fuchs noch nichtschildern, vergl. die Geschäftsberichte der genannten Gesellschaft (12Cleggstr. Oldhain) und Coop. Wholesale Annual 1883 S. 183 ff.