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der Technik in jeder Industrie zunächst dadurch, dafs das Ele-ment Stoff durch Arbeit und Kapital zurückgedrängt wird, wiebereits Josiah Tucker ausführt 1 . Dies zeigt sich in mehrfacherRichtung: einmal lernt man geringwertigeren Stoff benutzenund sodann in einer geringeren Menge gegebenen Stoffes denvorschwebenden Zweckgedanken verwirklichen. Für beidesbietet die Baumwollspinnerei Belege. Man verspinnt heutedurchschnittlich geringere Qualitäten als in den dreifsiger Jahren,insbesondere ostindische Baumwolle, während früher nur diebessere amerikanische verwandt wurde. Insbesondere wirktein dieser Richtung der amerikanische Bürgerkrieg, welcher auchkürzere Stapel mit Erfolg zu behandeln lehrte 2 . Ferner hatman auch in der Ausnutzung des Stoffes Fortschritte gemacht.So betrug 1834 der Abgang noch 1 h des Rohstoffes, heutenur noch Vio 3 . Aufserdem wird heute ein grofser Teil derAbfälle mit Erfolg weiter versponnen durch Mischung mitbesserer Baumwolle oder zu geringeren Garnen, vielfach auchzu letzterem Zwecke aus Lancashire ausgeführt.
Aber noch in andrer Beziehung trat der Rohstoff zurück.
Man ging mehr und mehr zu Erzeugnissen über, in derenProduktionskosten das Element des Stoffes durch die Beträgefür Arbeit und Kapital überwogen wird. Die Entwicklungwurde durch die erwähnten klimatischen Vorteile unterstützt.Während der Feuchtigkeitsgehalt der Luft bei groben Nummernweniger in Betracht kommt, gewährt er bei feinen Nummerneinen beträchtlichen Vorsprung. England hat damit das
1 Four tracts on political and commercial subjects. Vgl. oben Einl.
2 S. Andrew, Fifty years cotton trade 8. 6.
3 Es ist dies natürlich nur eine Schätzung, die auf Angaben vonUre und Andrew beruht; thatsächlich wechselt jener Prozentsatz jenach der versponnenen Baumwolle, der Garnnummer etc. beträchtlich.Deutsehland scheint etwas mehr Abgang zu haben. Vergl. Prot, derReichsenquete S. 9.
v. Schulze-Gävernitz, Der Grofsbetrieb. 8