Monopol der Feinspinnerei erworben während sich für dieniedern Garnnummern allenthalben teils mit Zollschutz (Europa ,Amerika ) teils ohne solchen, auf Grund gewisser natürlicherVorteile (Indien, China) eine heimische Spinnerei entwickelte.Der Verbrauch an Rohbaumwolle pro Spindel zu Anfang derachziger Jahre betrug 2 :
Die indische Spindel verbrauchte jährl. 111 lbs. (1885)
- amerikanische
- europäisch-fest-
ländische
davon die
61,2 -
österreichische Spindel 88 lbs.deutsche - 67 -
französische - 52 -
schweizer - 26 -
englische Spindel verbrauchte jährlich 34,5 lbs. (1885).Der Unterschied zu Gunsten Englands ist ein noch be-deutenderer als nach vorstehenden Zahlen anzunehmen wäre,da die englische Spindel eine gröfsere Garnmenge in gegebenerZeit produziert als die meisten Konkurrentinnen. Währendnach obiger Tabelle anzunehmen wäre, dafs England nahezudoppelt so fein spänne als Deutschland , so mufs aus dem an-gegebenen Grunde thatsächlich die englische Durchschnitts-nummer mehr als das doppelte der deutschen betragen 3 . Dieenglische Durchschnittsnummer dürfte heute eher über alsunter No. 40 sein, während die indische Spinnerei, diekräftigste Konkurrentin der englischen, nur die Nummern bis20 mit Erfolg spinnt 4 .
1 Protok. der Reicksenquete S. 5.
2 Nach Angaben von Ellison und Andrew a. a. 0. S. 8.
3 Nach der Reichsenquete für Baumwoll- und Leinenindustriewar über Nr. 36s mit England nicht zu konkurrieren, während niedrereenglische Nummern bis Süddeutschland nicht vordrangen.
4 Vergl. Bombay and Lancashire, Manchester Chamber of Com-merce 1888, passim.