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ganz wenig (im Elsass ) gesponnen werden, sind Beispiele eheraufzustellen, die ein Bild der Produktionsverhältnisse im all-gemeinen gewähren;
Bolton 60s. twist. Länge der Ausfahrt 66 Zoll 17,7 Sek. f. Aus- u. Einfahrt.Elsafs 60s - - 60' - 22
Ure hebt am angeführten Orte als eine bewundernswerteLeistung hervor, welche nur möglich sei durch hervorragendeFähigkeit des Leiters und Güte der Maschinen: in einer FabrikManchesters werde No. 170 gesponnen mit einer Geschwindigkeitvon 60 Sekunden (Aus- und Einfahrt); gegenwärtig habe ichin Bolton nicht ausnahmsweise Fälle festgestellt, in denen beider noch feineren Nummer 200 die Aus- und Einfahrt nichtmehr als 38 Sekunden in Anspruch nimmt 1 . Seit Beginn dersiebziger Jahre allein ist die Schnelligkeit der Spinnmaschinenum 15 °/o gesteigert worden 2 .
Das Wochenerzeugnis pro Spindel hängt jedoch nichtallein von der Beschleunigung und Gröfse der Maschine ab,ebenso auch von dem thatsächlichen Verlust gegenüber dertheoretischen Leistung. In Betracht kommt hier vor allemdie Zahl der Fadenbrüche. Die Geschicklichkeit der Arbeiterbestimmt insbesondere die Zeit, die das Anknüpfen der ge-rissenen Fäden, das Abnehmen der vollen und das Aufsetzender leeren Spulen in Anspruch nimmt. Aber auch dieQualität des Rohstoffes, die Güte der Vorbereitungsarbeiten,der Spinnmaschine selbst, insbesondere der Streckwalzenein-einrichtung, etc. spielen hierbei mit. In der deutschen Enquetesagt ein Fabrikant, dafs in England während 95°/o der ge-
1 Kaimarsch giebt die für Nr. 200—240 übliche Geschwindigkeitdagegen noch auf 100—120 Sekunden an, eine für Deutschland damalslediglich theoretische Berechnung, da diese Nummern nicht gesponnenwurden. Vergl. Karmarsch, Technologie II. Hannover 1867. S. 1091.
2 Commission on Depression of trade, Second Report, Part I 5079.