erwachsenen männlichen Arbeiter beobachtet und dies bei einerin vollem Umfange thätigen Spinnerei von 68 000 Spindeln.Ähnliche Ersparnis an Arbeit bei den Kratzmaschinen, welchezur leichteren Beförderung der Drehtöpfe durch Schienen mitden Streckwerken verbunden sind h Während früher dieLuft in den Cardierräumen von umherfliegenden Baumwoll-fäserchen erfüllt war, hat die Einführung der selbstreinigendenKratze schon zwecks Stoffersparnis diesen Mifsstand beseitigt.Auch bei der Vorspinnerei haben die Fortschritte der Technikseit Ure bessere Ausnutzung des Stoffes wie Ersatz der Arbeitdurch die Maschine in gröfstem Mafsstabe ermöglicht. DieGleichmäfsigkeit der Baumwollbänder, von welcher dieGüte wie Menge des zu erzeugenden Garnes abhängt, wird z. B.hier auf mechanischem Wege besorgt. Nicht nur dafs dasStreckwerk stillsteht, wenn ein Band reifst oder die Kanne,der es entnommen wird, leer ist, auch das Streckungsverhält-nis wird ohne menschliches Zuthun in dem Verhältnis ver-gröfsert oder verkleinert, als das abgehende Band zu starkoder zu schwach ausfällt.
Grofse, lichte und wohlventilierte Räume nehmen uns auf,wenn wir endlich in die Spinnsäle treten. Sie haben dieBreite, dafs ein Spinnrahmen mit 1250 Spindeln bequem darinPlatz hat. Zwei solcher Rahmen versieht der Mulespinnermit seinen Geholfen, den beiden „piecers".
Wir werden zuletzt in das Maschinenhaus geführt. DerKessel ist von auserwähltem Stahl, über 100 Pfund Druck
1 Eine grofse Ersparnis an Arbeitskraft bedeuten die „doublecarding macbines". Übrigens sind die Spinner keineswegs darübereinig, ob die Doppelcarden dem älteren System vorzuziehen sind, nachdem die Baumwolle successiv zweimal cardiert wird, erst von dem sog.breaker und sodann von dem finisher. Im letzteren Falle wählt manbeute die roller oder Wellmann-card als breaker und die revolvingflat als finisher.