brachten. Beispielsweise sind nach der Enquete im Elsafs dieLöhne von 1860 bis 1878 um 50% gestiegen; der jährlichauf eine Spindel kommende Betrag an Lohn war dagegen von4,75 auf 4,65 M. herabgegangen, während das Jahreserzeug-nis pro Spindel zum mindesten gleich geblieben war. Ahn-liches wird auch aus Deutschland berichtet, obwohl von einemallgemeinen und gleichmäfsigen Herabgehen der Kosten derArbeit, wie in England , in der Equete noch nicht die Redeist; vielmehr erklären die deutschen Fabrikanten überein-stimmend, dafs die Kosten der Arbeit in England pro Kilogr.Garn geringer seien als in Deutschland 1 .
Es ergiebt sich dies in der That aus beiliegender Tabelle,welche Feststellungen für die Gegenwart enthält. Sie ver-deutlicht einmal den Vorteil der englischen Produktionsver-hältnisse, zugleich aber belegt sie auch die unten näher zuuntersuchende Thatsache, dafs dort, wo die Kosten derArbeit am niedersten sind, die Arbeitsverhältnisse am günstig-sten liegen, die Arbeitszeit am kürzesten ist und die Wochen-verdienste der Arbeiter am höchsten sind.
Wir betrachten kurz die S. 138 gegebenen Beispiele.Fall 1 und 2 enthalten Vergleiche der Produktionsverhältnissezwischen einem Vogesenthal und Mülhausen . Man sieht, wie dieniederen Wochenlöhne der Vogesen aufgewogen werden durchdie grössere Zahl und die geringere Geschicklichkeit derArbeiter, welche letztere einen grösseren Verlust gegenüberder theoretischen Leistung mit sich bringt. Daher wird auf
1 Bericht der Enquetekommission S. 31; Protokolle 175, 397(Beispiel einer Herabsetzung der Stücklöhne unter Gleichbleiben desWochenverdienstes). Volkswirtschaftlich interessante Kontroverse, objene Lohnsteigerung der siebziger Jahre eine entsprechende Steigerungder Arbeitsleistung hervorgerufen habe. Vgl. oben Einleitung.