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Aber auch die Verbilligung der Lebensmittel war, wieoben hervorgehoben, das unmittelbare Ergebnis der gewerb-lichen Entwicklung. Die Kornzölle fielen, als das Export-interesse das mafsgebende geworden war, weil jede Belastungder hauptsächlichsten Einfuhrobjekte eine Belastung des Ex-ports bedeutete. Machte die wirtschaftliche Entwicklung einer-seits den englischen Arbeiter zu dem höchst bezahlten Europas ,so machte sie zugleich England zu dem billigsten der Industrie-länder. War der Getreidepreis in dem Jahrzehnt vor Auf-hebung der Kornzölle 58 sh. 7 d. per Quarter, so war er indem Jahrzehnt 1872 bis 1882 nur 48 sh. 9 d. h
Ebenso wichtig aber war für den Arbeiter die Ausglei-chung der Preise, während früher Hungersnotpreise mit äufserstbilligen Preisen abwechselten. 1836 war der Preis 36 sh.,1838, 1839, 1840 und 1841—78 sh. 4 d., 81 sh. 6 d., 72 sh.
10 d., 76 sh. 1 d. 1812 findet sich gar ein Durchschnitts-preis von 126 sh. 6 d.; 1813 109 sh. 9 d. und 1817 96 sh.
11 d. Solche Preisschwankungen bedeuteten für den Arbeitervöllige Ungewifsheit des Daseins. Regelmäfsigkeit der Lebens-bedingungen aber ist erste Voraussetzung einer geregeltenLebenshaltung. Nach Chadwicks Berechnungen, welche denDetailverkehr betreffen, sanken die Preise für die Lebens-mittel seit den dreifsiger Jahren im folgenden Verhältnis 2 .
Eine Arbeiterfamilie, bestehend aus Mann, Frau und dreiKindern von 7 bis 2 Jahren braucht wöchentlich an Nahrungs-mitteln :
Preise der gleichen Quantitäten.
I. Brot etc. 1887 1859 1849 1839
8 Brote k 4 Pfd., 6 Pfd.
Weizenmehl, tya Peck.
Hafermehl 4sh. 8 3 U d. 5sh. 4d. 5sh. 8 d. 7sh. 6 d.
1 Vergl. Giften a. a. 0. S. 8 u. 9.
2 D. Chadwick, Expenditure of Wages, Read at the British Asso-