die Löhne in Lancashire zu einer hinreichenden Ernährungselbst in den gewöhnlichsten Nahrungsmitteln nicht aus; In-dustrieprodukte wurden nicht gekauft. Heute gewährt dieErhöhung der Wochenverdienste und die Verbilligung derLebensmittel einen bedeutenden Uberschufs über die Lebens-notdurft; daher jener erstaunliche Verbrauch an Industriepro-dukten, insbesondere Erzeugnissen der Textilindustrie, wie ihndie unten mitgeteilten Arbeiterbudgets zeigen werden. Hervor-zuheben aber ist, dafs die Klasse konsumtionsfähiger Industrie-arbeiter keineswegs auf Lancashire beschränkt ist. Sie reicht soweit, als die englischen Grofsindustrien reichen. Einer teilweisenoch höheren Lebenshaltung als die Baumwoliarbeiter erfreuensich die Maschinenbauer, die SchifFsbauer, die Bergleute, teil-weise auch die Arbeiter des Hüttengewerbes.
Auch der Farmer und Landarbeiter ist heute vollständigin den Markt einbezogen; iener schottische „Jack on all trades"Edens ist selbst aus abgelegenen Gegenden verschwunden.Weit entfernt, nur den Überschuss seiner Wirtschaft zu ver-tauschen, produziert der Landmann heute lediglich für gesell-schaftliche Bedürfnisse — Erzeugnisse, deren er seihst vielleichtgar nicht bedarf. Dies umsomehr, als er sich seit Aufhebungder Getreidezölle auf Specialitäten warf, z. B. Qualitätsfleisch,Rassepferde, Gartenprodukte etc., wofür die industrielle Ent-wicklung auf der andern Seite zahlungsfähige Abnehmer schuf.Je mehr die Gesetzgebung, wie sie es bereits in Irland gethan,den Kleinbesitz fördert, desto mehr breitet sich auch hier einneuer heimischer Markt der englischen Grossindustrie aus 1 .
1 Vergl. über die Wechselwirkung zwischen Grofsindustrie undSpatenkultur, was Atkinson, Distribution of products S. 77 von deneinst Weizen bauenden Farmern des Staates New York erzählt. DurchÜbergang zum Spatenbetrieb, wofür die industriellen Centren nahe Ab-nehmer sind, wichen sie der Konkurrenz der Körner produzierendenGrofsbetriebe des Westens glücklich aus. — Weizennahrung erfordert