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Immer gröfser wird der Vorteil Englands je mehr manvon Stoffen, die dem Naturprodukt noch nahe stehen, wie Land,Ziegel, Eisen, zu solchen vorschreitet , bei deren HerstellungArbeit und Kapital vorwiegt. Insbesondere zeigt dies derMaschinenbau. Hier ist der Vorteil Englands ein ge-waltiger; die Zusammenfassung der Baumwollindustrie inLancashire hat eine Zusammenfassung des entsprechendenMaschinenbaus ermöglicht. Etablissements mit Tausenden vonArbeitern, wie die von Platt zu Oldham , Dobson und Barlowzu Bolton u. s. w., welche lediglich Maschinen eines bestimm-ten Gewerbezweiges herstellen, können nur im Mittelpunkteeiner Grolsindustrie ersten Ranges entstehen. Auch derMaschinenbau erlangt damit alle Vorteile des arbeitsgeteiltenGrofsbetriebes. Die nämliche Entwicklung, welche wir obenfür die Baumwollindustrie beobachtet haben, führte auch imMaschinenbau unter steter Steigerung der Wochenverdiensteder Arbeiter zu einer fortschreitenden Verbilligung der Pro-dukte. Welche Bedeutung auch hier die Ersetzung der Arbeitdurch die Maschine hatte, ergiebt z. B. die Bemerkung vonSir Joseph Witworth, wonach die Glättung eines Quadrat-fufses Gufseisen 1826 mit der Hand noch 12 sh. kostete,dagegen heute mit der Maschine nur 1 d. kostet!
In Deutschland ist, wo immer ein Textilcentrum sichbildete, auch Maschinenfabrikation entstanden, so im Elsafs.Der deutsche Maschinenbau ist jedoch noch weit entfernt vonder in England erreichten Specialisierung. Wie die deutscheTextilindustrie der Centralisation mangelt, so fehlen auch demihr dienenden Maschinenbau die Vorteile des in sich arbeits-geteilten Grofsbetriebs. Maschinen für Baumwollindustrie aberhin und wieder neben anderen zu Maschinen bauen, ist unrentabel.Zur Zeit der deutschen Baumwollenquete waren die Maschinender Spinnerei noch meist, die der Baumwollweberei fast allgemein