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nessel) und 1500 M. (glatte, geköperte und gemusterte Kattune).In England gehen die Anlagekosten der mechanischen Web-stühle herab bis 350 M. und weniger. In Burnley belaufensich die durchschnittlichen Anlagekosten pro mechanischenWebstuhl für Gebäude und Kraftmaschine auf 13 S, für Werk-zeugmaschine auf 5 bis 6 S, zusammen also auf 18 bis 19 S(360 bis 380 M.).
Ahnliche Vorzüge wie in den Anlagekosten besitzt Eng-land auf dem Gebiete der Betriebskosten der Baumwoll-industrie. Dieselben zerfallen nach der gewöhnlichen Ein-teilung in Zinsen, Kosten des Rohmaterials, Löhne und diesog. allgemeinen Unkosten; ihnen sind die Gewinne zuzuzählen,welche ebenso nötig wie die aufgezählten Posten in den Ver-kaufspreisen enthalten sein müssen. Auch hier gilt ähnlicheswie oben für die Anlagekosten. Auch die Betriebskosten sindin sämtlichen aufgezählten Posten im Laufe des Jahrhundertsherabgegangen, nicht jedoch in gleichem Mafse, vielmehr indem Verhältnis stärker, als in ihnen das Moment Natur gegenArbeit und Kapital zurücktritt. In demselben Mafse wächstdie Überlegenheit Englands über seine Konkurrenten.
In erster Linie kommen die sog. allgemeinen Betriebs-kosten in Betracht. Auch hier ist England im Vorteil, soweites sich um Produkte der Grofsindustrie handelt, welche aufdem Festlande teurer hergestellt werden und vielfach Zöllenunterworfen sind: Öle, Fette, Weizenkleister zum Schlichten,Kratzen, Bobinen, Papierhülsen, Schützen, Schnuren etc. Imganzen ist jedoch auf diesem Gebiete der Vorteil Englands verhältnismäfsig am geringsten; beispielsweise entspricht denbilligeren Kohlenpreisen eine um so gröfsere Verschwendungan Brennmaterial 1 .
1 Vergl. Jannasch a. a. O. S. 36.