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setzen, die höchsten Stellungen zu erreichen. Das Empor-steigen ist verteilt über zwei Generationen, aber die Gesamt-heit dieser Bewegung nach oben ist heute wahrscheinlich gröfserals je. Es ist dies besser für die Gesellschaft. Der Werk-führer, der noch zu gehorchen wie zu befehlen hat, und seineKinder aufsteigen sieht, ist in gewisser Richtung mehr zu be-neiden, als der kleine Arbeitgeber. Die Kinder werden wohlauferzogen und machen wahrscheinlich einst einen bessern Ge-brauch von ihrem Reichtum" b
Zu dieser wachsenden Konkurrenz um die gewerblicheFührerschaft in jener zweiten Periode kommt der Druck vonunten, welchen, wie Brentano in seinen Arbeitergilden zuerstnachwies, der aufsteigende Arbeiterstand ausübt. Beidesdrängt auf dieser Stufe der Entwicklung die Gewinne aufein Minimum zurück, unter welches sie ohne Schädigungder Industrie nicht herabsinken können. Auf der ersten Stufeder grofsindustriellen Entwicklung erhielt der Unternehmer denRest, nachdem Leihkapital und Arbeiter bezahlt war, nun-mehr erhält die Arbeit den Rest nach Bezahlung von Zinsund Administrationslohn. In Einsicht dieses Verhältnisses sagtemir der Führer der englischen Spinner: man müsse demUnternehmer eine bestimmte Gewinnhöhe soweit als möglichsichern, die ohne Schaden für die Arbeiter zu Gunsten derLöhne nicht vermindert werden könne. Ein hochstehenderArbeiterstand müsse darauf bedacht sein, Intelligenzen in dasGewerbe zu ziehen und ihm zu erhalten, womöglich mehrIntelligenzen, als die konkurrierenden Industrien des Aus-landes besäfsen; der Arbeiter müsse dafür, dafs er die tüch-tigsten Arbeitgeber finde, bezahlen 2 .
1 Elements of Eeonomics S. 195.
2 Vergl. eine ähnliclie Anschauung bei dem bekannten E. Atkinson,Distribution of profits S. 70. „Wages are the remamder after profitspayd." S. 178 und 179.