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Verkehrsbcamte gemeinsam bestimmten höheren Bilduugsanstatt, derwieder verlassen wurde, als das Bedürfniß theilweise auf anderem Wegeseine Befriedigung zu finden schien und die reichen disponibel» Mitteletwas Größeres ermöglichten.
Statt einem einzelnen Stande sollte die beabsichtigte Stiftungnunmehr dem gesammten Volke dienen, ihm die nöthigen Kenntnisseerschließend zn wirksamer und ersprießlicher Erfüllung seiner staats-bürgerlichen Functionen.
Die Stände, welche jahrhundertelang auf den Gang der öffentlichenAngelegenheiten einen bestimmenden Einfluß geübt hatteu, waren all-mählich in ihre sich nur langsam weiter entwickelnden Obliegenheitenhineingewachsen. Das constitutionelle System hingegen, welches austheoretischen Gründen mit einem Male die Gesammtheit oder dochwenigstens die große Mehrzahl der Staatsbürger zu activer Mitwirkungan der Verwaltung der Staats- und Gemeindeangelegenheitcn berief,traf diese nicht nur großentheils unvorbereitet, sondern stellte sie gleich-zeitig einer unter den Händen wachsenden Aufgabe gegenüber/ denngleichzeitig mit der Unigestaltung der Verfassung wuchsen durch dieUmgestaltung aller Lebeusverhältnisse in Folge der wirthschaftlichenRevolution, welche die neue Technik mit sich brachte, die Aufgaben derVerwaltung ins Ungemessene.
Wohl hat auch hier die durch die tägliche Praxis gewonnene Er-fahrung sich als Lehrmcisterin bewährt, aber zumeist doch nur beidenjenigen, welche als berufsmäßige Beamte mitten in dieser Praxisstanden. Und auch bei diesen brachte es die nothwendige Arbeitsteilungmit sich, daß je complicirtcr die Verhältnisse, um so weniger sie in ihrereigenen Thätigkeit einen Ueberblick über das Ganze gewinnen konnten.Für die nicht berufsmäßig mit öffentlichen Angelegenheiten Befaßtenaber verengte sich der Nutzen der Praxis als Quelle der Belehrungans ein Minimum.
Gleichwohl setzten das constitutionelle System im Staate, dasSclfgovernment in der Gemeinde, wenn sie zweckentsprechend functionirensollten, dieses Wissen bei den znr Mitentscheidnng Berufenen voraus, undes mußte, wo dasselbe gäuzlich fehlte, bei dem Versuche ihrer Ver-wirklichung nothwendig ein Zerrbild herauskommen. Davon hatte Gehein seiner eigenen Lebenserfahrung sich sattsam überzeugt und der Ge-danke, durch sein von ihm begründetes Institut hier helfend einzugreifen,hatte selbstverständlich für ihn etwas sehr ansprechendes.