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Vvn dem Rechte, die Bedingungen der Biblivthckbcnutzung festzu stellen, hat das Dircetorium schvn mehr als einmal Gebrauch ge-macht. Denn unter der sich mehrenden Zahl der Leser, die seit 1894,95ständig über 2000 im Jahre beträgt, befanden sich, wie nicht anderszu erwarten, auch solche, welche sich des geschenkten Vertraucus unwürdigerwiesen und gegen die mit erhöhter Streugc vorgegangen werdenmußte. Sv fvlgtc dein Reglement vom 3. Fcbrnar 1885 ein rcvidirtesvom 7. December 1887 nud zuletzt eiu abermals erweitertes vom6. Februar 1900. Das letztere ist auf Seite 38 dieses Baudcs ab-gedruckt.
Dagegen ist bis jetzt die Nothwendigkeit nicht eingetreten, eiueubesonderen Vorstand der Bibliothek anzustellen, sv lange Verfasser imStande ist, dieses Amt neben der Geschäftsführung der Stiftung znbesorgen. Wohl aber ist anf seine eigue Anregung eine Einrichtunggetroffen worden, welche Ersatz bietet für den iu absehbarer Zeit uichtzu nctivirendcn „Lehrkörper", zu welchem nach Z 37 des RevidirtcnStatuts die mit Vorträgen bei der Gehe-Stiftuug daucrud beauftragtenHerren gehören sollen und der sich nach dem bekannten Satze „trc-Ltaeiunt eollsAium" ans den zwei bestehenden ordentlichen Lehrämternnicht aufbauen läßt. Dieses Surrogat, welches zugleich die Inhaberder Lehrämter mir der Bibliothekverwaltung in solche Verbindung setzt,daß sie im Staude sind, ihre Wünsche uud Bedürfuisse bei den An-schaffungen für die Bibliothek zur Geltung zu bringen, ist der vomDircetorium durch Regulativ vom 2. Juni 1896 errichtete „Wissen-schaftliche Ausschnß".
In demselben werden unter Anderem in wöchentlichen Sitzungenalle eingehenden Novitäten, sowie sonstige fnr die Bibliothek wünschcns-werthen Erwerbungen besprochen und die sich zeigenden Bedürfnisse mitden verfügbaren Mitteln dergestalt in Einklang gebracht, daß dieJunehaltung des durch das Budget angewiesenen Credits ohne Bevor-zugung oder Zurücksetzung des einen oder anderen Faches erzielt wird.
Beschränkungen sind dabei freilich nöthig,- denn fast die Hälfte deSfür Anschaffungen angewiesenen Fonds wird durch Zeitschriften undFortsetzungswerke absvrbirt. Und wenn die Schranken des Budgetsselbst minder eng gezvgen wären, so würde die Rücksicht auf den ver-fügbaren Raum auf manche Anschaffung zu verzichten gebieten.
Die Titel der neu erwvrbenen Bücher werden alsbald fortlaufend,nach den 43 im Kataloge unterschiedenen Hauptfächern gesondert, in zwei
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