Überfluß in der Welt. Wißt ihr nicht oder habt ihr national-ökonomische Vorlesungen darüber nötig, daß die Dampf-maschine am Ende stets ein Mehr von Arbeitsnachfragc her-vorbringen muß? Eisenbahnen baut man in diesem Viertelder Welt, Kanäle in jenem, viel Fuhrwerk wird gebraucht.Irgendwo in Europa, Asien, Afrika oder Amerika werdetihr ohne Zweifel Bedarf nach Fuhrwerk finden. Geht undsucht euch Fuhren; Gott mit ench." Die Pferde nun schnaubenmit vorgestreckter Lippe, damit andeutend, daß Europa, Asien ,Afrika und Amerika etwas außer ihrem Gesichtskreise liegt,daß sie nicht genau wissen, wo denn der Bedarf nach Fuhr-werk sein könue. S i e können keine Fuhre finden. Zerstreuttraben sie über die Landstraßen zwischen Zäunen zur Rechtenund Linken. Endlich vom Hunger getrieben, springen sieüber die Zännc nnd fressen fremdes Eigentum — das übrigeist bekannt. Ach, es ist kein heiterer Scherz; trauriger alsThränen vielmehr ist das Gelächter, das der Menschheit auf-gezwungen wird, durch die Anwendung des Ibisse« tairs aufeine Welt, wie unser Europa im Jahre 1839".*)
Sobald es der Vorteil gebietet, suchen die Menschenheute so schnell und leicht wie möglich auseinanderzukommen.Carlylc weist dem gegenüber darauf hin, wie gerade dieEntwicklung zur Civilisation sich darin geltend gemacht hat,daß die Verhältnisse zwischen den einzelnen dauerndererNatur wurden. Der Nomade ist freier als der seßhafteMann i er besitzt sogar ein Haus, das auf Rädern steht unddas er nach Belieben mit sich nehmen kann. In noch höheremMaße genießt der Affe der Freiheit. Aller Fortschritt bestehtnun darin, daß diese Art von Ungebundenheit allmählichaufhöre. „Der civilisierte Mensch lebt nicht in Räderhäuscru.Er baut steinerne Schlösser, bepflanzt Äcker, schließt Ehenauf Lebenszeit, hat hundertfache, aus langer Zeit sich her-schreibende Besitzungen, die nicht ans dem Geldmärkte taxiertwerden können; er besitzt Stammbünme, Bibliotheken, Gesetz-bücher; er hat für diese Erde Erinnerungen und Hoffnungen,
*) Vergl. Chartismus Kap. VI.