und als re sali, wie dort das’ Geld in seinen Händen sich mehrte, wollte erin seine Heimatstadt nicht wieder heimkehren.’) Ravenna ist auch, als esvorübergehend Hauptstadt des Ostgotenreichs wurde, der Haupthandelsplatzmit Konstantinopel geblieben. Entsprechend dieser Bedeutung des Kapital-besitzes hat sich in Ravenna auch die alte Stadtverfassung und eine römi-sche Rechtsschule erhalten. Seine Handelsverfassung, sagt Leo, * 2 ) hat dannspäter, als der Handel Italiens überhaupt lebhafter wurde, mehr oder minderzum Beispiel und Muster gedient.
Ebenso, wenn auch in minderem Maße ist in Neapel städtisches undgewerbliches Leben erhalten geblieben. Auch es blieb unter byzantinischerSchutzherrschaft; auch hier erhielt sich die griechisch-römische Verwaltung.Es war der Hafen für den Verkehr mit Sizilien . Trotz aller Verbote desgriechischen Kaisers wie des Papstes, mit den Sarazenen Handel zu treiben,bestanden im 9. Jahrhundert fortwährende Handelsbeziehungen zwischenNeapel und den Sarazenen. Die Rücksichtslosigkeit im Streben nach Ge-winn unter Nichtachtung aller christlichen Grundsätze ging hier so weit, daßim Jahre 887 der Bischof Athanasius mit den Sarazenen in Gesellschaft trat,ihnen Gelegenheit zu Raubzügen schaffte und dafür einen Teil der Beutevon ihnen erhielt.
Auch Amalfi war eine unter byzantinischer Schutzherrschaft stehendeHandelsrepublik. Es war ganz auf die Seeschiffahrt gewandt und auf Handel.Schon in der Merovingerzeit finden wir die Amalfitaner in Rom Sklavenkaufen und nach dem Orient verhandeln. »Sie machten«, schreibt Leo , 3 )»die weitesten Seefahrten, trieben den Handel am großartigsten und, wäh-rend die Neapolitaner mit den Sarazenen nur in dem niedrigen Verkehr vonHehlern und Beute-Trödlern standen, schlossen die Amalfitaner mit den Sa-razenen Handelsverträge, schifften nach fast allen sarazenischen Häfen, umdort die Produkte der südlichsten Länder zu holen und nach den nördlichen,besonders den französischen und ligurischen Küsten des Mittelmeers zu ver-fahren.« Im 9. und 10. Jahrhundert tauschten sie kostbare Gewänder imOrient ein und vertauschten sie anderwärts gegen Lebensmittel. Amalfita-nische Kaufleute begleiteten die Kriegszüge der Byzantiner. Seit dem10. Jahrhundert finden wir sie handeltreibend an der syrischen und nord-afrikanischen Küste. »Für die Zeiten der sächsischen Kaiser wurde Amalfi