starker Haud ldnrchgegriffen hat und daß er, woraus es vor allein an-kommt, wirklich Handelte, während andere nur redeien undschwankten. Das ist ein unleugbares Verdienst, nmg umn «ruch iiberöte Grkuiöe, die ziun Frieden geführt haben, denken wie man will.Erzbcrger ist für -die Unterzeichnung Äiisetreten, well er den Zerfall->es Reiches fürchtete. Was Hann gefolgt ist, genügt für sich allein'das Leben eines MiMters mit unvergänglichem Lob zu schmücken.Es ist ihm gelungen, in wenigen Monaten ^das zustande zubringen, was andere Minister in Jahrzehnten nicht durchsetzenkonnten: Die Vereinheitlichung «des Steuerwesens, die Reichs-abgabenordnung, Hie nicht mit Unrecht das Bürgerliche Gesetzbuch desStcnerwesens genannt wird. In wenigen Monaten ist es ihmgelungen, die partikularistischen Widerstände zu überwunden lind seingroßes Steuerwerk rmter Dach und Fach zu bringen- DaS sin>dMeriten, die man unbedingt hervorheben mutz, wenn man ein richtigesUrteil über Erzbcrger gewinnen will. Er war nicht nur ein klugernnH tüchtiger, sondern ein ungemein fleißiger und unerurüdlicherMann. .Seit Jahren kennt idie-ssr Mann kaum ein Familienleben.Er war von morgens früh bis spät abends im Dienste des Volkestätig. Dergleichen aber vermag nur, wer opferfähig ist. Das istenrscheilöend. Ich möchte in diesem Zusammenhang nicht übergehen,wie wenig er auf äußere Dinge gegeben hat. Im Jahre 19M und 1912wurden ihm ziemlich hohe Orden von der Negierung angeboten, erhat sie abgelehnt. Man hat früher schon nach dem Geheinniis seinerErfolge gefragt. Man hat gefragt, warum es ihm, dem einfachen Mannaus kleinen Verhältnissen gelungen ist, einen solchen Weg zu machen.Die Lösung bieses Geheimnisses liegt in der U eb c rz eugung s-kraft bieses Mannes, de r an s>i ch g laub t und der auch zu Opfernbereit ist. Die Schattenseite dieser Opferfähigkeit Verführt ihn -dazu,nicht immer so vorsichtig zn sein, wio viele -aubere Menschen, z. B. HerrDr. Helsfertch. Er war «immer gewöhnt mit seinem Herzen, nach seinemGefühl und nach seinem Instinkt zu handeln und daraus entsprangenzuweilen Fehlgriffe. Die.Neigung, sich überall ldupchg« setzen!, magmanchen Beamten auf die Ne-rven gefallen sein. Er hatte eben das,was Bismarck einmal mit Zivilcourage bezeichnet hat, die mau inPreußen so selten findet. Er -ist einer von benen, «die nicht nur benMut ber Stärke, sondern den Mut ÄM Peinlichkeit SesitzM. DivSHat schau mein verehrter Kollege Herr GeHllimrat Dr. von Gordon her-vorgehoben und ich brauche eS deshalb hier nicht nochm-Äs zu belegen.Ich erinnere daran, wie dieser Mann den.Stürmen >der Revolution ge-trotzt hat und unbeirrt seinen Weg gegangen ist. Angesichts all dieserEtgenschasten will ich die Frage stellen, ob ein solcher Mann psychologischeine brutale Geldnatur sein kann, ob es wirklich wahr ist, daß dieserMann, der so offen und rücksichtslos überall ausgetreten ist, fähig ge-wesen sein soll, -aus niedriger Gewinnsucht zu schweigen oder.su handeln.
Grundsätzliche Fragen.
Das wird bei Erörterung der vinzeCnen Fälle zu untersuchen sein.Vorher muß aber eine Klärung der grundsätzlichen Frage« erfolgenund zu bem persönlichen der sachliche Maßstab gesunden werden. Dabeiwird nicht zu übersehen sein. Saß, abgesehen von wenigen Fällen, alleTatbestänide- anoeblicher Unwahrhasttgkeit, Verqnicku.ng parlamentari»
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