Sachverständige behaupten, es sei bereits zu gegenwär-tiger Stunde zu spät, in Frankreich , (gesetzt auch,es werde sich nicht geflissentlich dagegen absperren)und in den übrigen Silberländern fände sich keinPlatz für den Abfluss unseres Vorraths, dessen Baar-bestand auf 550 Millionen Thaler geschätzt wird.
Am richtigen Verständniss für diese Probleme hates längst nicht gefehlt in Deutschland. Das eben istja unsere alte Klage. Voraus im Wissen, zurück imThun bei allen öffentlichen Dingen. Lange vor denFranzosen waren wir zur Handelsfreiheit bekehrt, aberin der Nähe besehen, üben wir noch heute mehr Schutz-zöllnerei als sie. So auch hat die Lehre mit ausser-ordentlichem Fleiss und Eifer seit geraumer Frist dieMünzreform betrieben, die Dezimal- und Goldwährungempfohlen. Aber die officielle Itegierungsweisheit anmassgebender Stelle blieb ungerührt. Sie wollte ihrSilber gegen Gold Umtauschen, sagte sie, wenn erstereswieder auf seinen Einkaufspreis gestiegen sein würde.Ich will warten und hinübergehen, wenn das Wasser ab-geflossen, sagte der Oesterreicher, als er an die Donau kam. Zu all diesen Mahnungen kommt noch eine letzte.Der Gedanke eines gemeinschaftlichen Münzsystemsfür alle gesitteten Nationen ist gewiss ein grosser undfruchtbarer. Wie jedes Wort des Friedens und derEintracht, wäre die feierliche Verkündigung dieser ge-