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Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin : gesammelte und stark vermehrte Artikel der "Gartenlaube" / von Otto Glagau
Entstehung
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Schon seit 1866 begann das Börsentreiben, das bisdahin hauptsächlich in Paris blühte, sich aneh nachDeutschland zu verpflanzen, und auch hier üppig empor-zuwuchern. Die Berliner Börse überholte die Plätzevon Hamburg und Frankfurt a. M. und fing an mitihrer Schwester in Wien mächtig zu wetteifern. DerBörsen-Verkehr nahm, wie der Börsen-Jargon sichausdrückt, einen internationalen Charakter an; dasheisst, die Geldmächte aller Länder reichten einanderdie Hände zum schönen Bunde. Allerhand fremdeFonds, darunter die famosenItaliener, und dienoch famoserenTürken; allerhand unsagbareLot-terie-Anleihen, z. B. Bari-, Bukarester-, Finnische-,Madrider-, Neuenburger-, Schwedische-, Venetianische-etc. Loose, wurden gleichzeitig an den Börsen einge-führt, und das Geld floss in einem Gewirr von Bächenund Kanälen ins Ausland ab. Hundert Banken undBänkchen überschwemmten die Deutschen Staaten mitihren Noten, und die Papiergeldwirthschaft bedrohteund schädigte das Publikum über die Mafsen. Ge-wisse Effecten, wie die Actien der OesterreichischenCredit-Anstalt, der Oesterreichischen Südbahn und derOesterreichisch-Französischen Staatshahn (kurzwegCre-dit,Lombarden undFranzosen genannt), wurden

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