XV.
Nachträge.
Zu S. 12. Strouskrg. Nachdem der „Culturheros“ seineHolle in Deutschland ausgespielt hatte, setzte er dieselbe nochfort in Belgien, Kussland, Oesterreich-Ungarn, Frankreich etc.Aber sein Credit hatte zu stark gelitten und konnte sich niewieder recht erholen. October 1875 wurde Strousberg in Mos-kau eingesperrt, woselbst er der dortigen „Commerz-Leihbank“,mit Hülfe ihres jüdischen Directors, Landau , und zweier andernJuden, Manczyk und Schlesinger — 7 Millionen Rubel ''abge-sclnvindelt hatte. Ueber sein Vermögen ward zugleich in Prag und in Berlin der Concurs eröffnet; und haben die nicht bevorrech-teten und nicht durch Pfandstücke gedeckten Gläubiger so gutwie gar keine Aussichten, auch nicht auf die kleinste Quote.Sämmtliche Gassen waren geleert, und die grossen Liegen-schaften Strousberg’s in Preussen, Böhmen und Polen sind überihren Werth mit Hypotheken belastet.
, Der neue Durchfall des Wunderdoctors setzte für ihn nocheinmal die Presse in Bewegung: denn — alte Liebe rostet nicht!Die Zeitungen besprachen ihn wie einen tragischen Holden,ln einem Wiener Blatt erschien ein Feuilleton: „König Strous-berg’s Glück und Fmde“; das nun die Bunde durch viele Jour-nale machte. Die Berliner „National-Zeitung“ entlehnte an-geblich der „Moskauer Zeitung“ eine Schilderung von demTageslauf des grossen Gefangenen, worin es u. A. heisst: „Ersteht Morgens schon um 8 Uhr auf, trinkt seinen Thee und